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Gesangbuch für die evangelische Kirche in den Fürstenthümern Waldeck und Pyrmont : mit Hochfürstlich gnädigstem Privilegium
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8 2. Adventlieder.

die Thäler all erhöhet, macht niedrig, was hoch stehet, was krumm ist, macht gerad.

3. Ein Herz, das Demuth liebet, bei Gott am höchsten steht; ein Herz, das Hoch muth übet, mit Angst zu Grunde geht; ein Herz, das richtig ist und folget Gottes Leiten, das kann sich recht bereiten, zu dem kommt Jesus Christ.

4. Ach, mache du mich Armen in dieser heilgen Zeit aus Güte und Erbarmen, Herr Jesu, selbst bereit! Zeuch in mein Herz hinein, mach es zu deiner Krippen: so werden Herz und Lippen dir ewig dankbar sein.

Valentin Thilo, 4 1662.

Mel. Aus meines Herzens Grunde. 18 Auf, auf, ihr Reichs genossen! eur König kommt heran; em⸗ pfahet unverdrossen den gro⸗ ßen Wundermann. Ihr Chri⸗ sten, geht herfür, laßt uns vor allen Dingen ihm Ho⸗ sianna singen mit heiliger Begier.

2. Auf, ihr betrübten Her⸗ zen, der König ist gar nah; hinweg all Angst und Schmer⸗ zen, der Helfer ist schon da! Seht, wie so mancher Ort hochtröstlich ist zu nennen, da wir ihn finden können im Nachtmahl, Tauf und Wort.

3. Auf, auf, ihr Vielge⸗ plagten, der König ist nicht fern; seid fröhlich, ihr Ver⸗ zagten, dort kommt der Mor⸗ genstern! Der Herr will in der Noth mit reichem Trost euch speisen, er will euch Hülf erweisen, ja dämpfen gar den Tod.

4. Seid fromm, ihr Unter⸗ thanen, der König ist ge recht; laßt uns die Weg ihm bahnen und machen alles recht. Fürwahr, er meint es gut; drum laßt uns auch die Plagen, die er uns schickt, ertragen mit unerschrocknem Muth.

5. Frisch auf, ihr Hoch betrübten, der König kommt mit Macht; an uns, die Herzgeliebten, hat er schon längst gedacht. Nun wird kein Angst noch Pein, noch Zorn hinfort uns schaden, dieweil uns Gott aus Gna⸗ den läßt seine Kinder sein.

6. Auf, auf, mit schnellen Schritten, den König eilt zu sehn, dieweil er kommt ge ritten stark, herrlich, sanft und schön. Nun tretet All heran, den Heiland zu be grüßen, der alles Kreuz ver⸗ süßen und uns erlösen kann.

7. Der König will be denken die, so er herzlich

liebt, mit köstlichen Geschen⸗

ken, als der sich selbst uns