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Gesangbuch für die evangelische Kirche in den Fürstenthümern Waldeck und Pyrmont : mit Hochfürstlich gnädigstem Privilegium
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6 2. Adventlieder.

aller Gnaden. Des alten Menschen alte Schuld, die wir auf uns geladen, nimmt unsern eignen Ruhm dahin; denn sie bewies den alten Sinn noch stets mit neuen Sünden.

4. Ach, Herr, gieb uns den neuen Geist und mach uns durch die Güte, die sich an uns aufs Neu erweist, erneuert im Gemüthe. Den neuen Menschen zieh uns an, der dir allein gefallen kann in seinem ganzen Leben.

5. Hiezu erhalt uns, Herr, dein Wort sammt Tauf und Abendmahle, so wandern wir mit Freuden fort in diesem finstern Thale. Herr, segne dieses Kirchenjahr, laß K irche, Schul, Tauf und Altar uns deine Wege zeigen.

6. Gieb deinen Hirten Kraft und Geist zu reiner Lehr und Leben, dein Wort, das Gottes Weide heißt, der Heerde rein zu geben; laß alle Hörer Thäter sein, da mit kein heuchlerischer Schein des Glaubens Kraft ver leugne.

7. So halten und voll enden wir das Kirchenjahr auf Erden; dabei befehlen wir es dir, wie wir es enden werden. Hier bleibt die Kirche noch im Streit; kommt aber einst die Ewig

keit, dann wird sie trium⸗ phiren.

Heinrich Cornelius Hecker, 4 1745.

Eigene Melodie. 15 Macht h hoch die Thür, die Thor macht weit: es kommt der Oerr der Herrlichteit, ein König aller Königreich, ein Heiland aller Welt zugleich, der Heil und Leben mit sich bringt; derhalben jauchzt, mit Freu⸗ den singt: Gelobet sei mein Gott, mein Schöpfer, reich von Rath!

2. Er ist gerecht, ein Helfer werth, Sanftmüthigkeit ist sein Gefährt, sein Königs kron ist Winnhe sein Scep⸗ ter ist Barmherzigkeit; all unsre Noth zu End er bringt, derhalben jauchzt, mit Freu den singt: Gelobet sei mein Gott, mein Heiland, groß von That!

3. O wohl dem Land,‚, o wohl der Stadt, so diesen König bei sich hat; wohl allen Herzen insgemein, da dieser König ziehet ein! Er ist die rechte Freudensonn, bringt mit sich lauter Freud und Wonn. Gelobet sei mein Gott, mein Tröster, früh und spat!

4. Macht hoch die Thür, die Thor macht weit, eur Herz zum Tempel wohlbereit;

die Palmen der Gottseligkeit