4 1. Sonntags⸗ und Gottesdienstlieder.
Gott, unsern Eingang gleicher⸗ maßen, segne unser täglich Brod, segne unser Thun und Lassen, segne uns mit selgem Sterben, und mach uns zu Himmelserben. Hartmann Schenck, 1 1681.
Mel. O Gott, du frommer Gott. 11 leib ja bei mir, mein * Gott, laß mich dein Wort regieren, so wird kein Irr— weg mich betrüben noch verfüh⸗ ren; komm zu mir durch dein Wort, komm in der letzten Noth, bring mich zur Friedensstadt ins Leben durch den Tod. 2. Komm mir zu Trost und Freud, wenn diese Welt vergehet, wenn Himmel, Erde, Gut und
Ehr nicht mehr bestehet, und führ mich in dein Reich zu dei⸗ ner Herrlichkeit, mein König, daß ich dich dort lob in Ewigkeit.
Johann Olearius, 4 1684.
Mel. Christus, der ist mein Leben. 12 ch, sei mit deiner Gnade bei uns, Herr Jesu Christ, daß uns fortan nicht schade des bösen Feindes List.
2. Ach, sei mit deiner Liebe, Eott Vater, um uns her; denn wenn uns die nicht bliebe, fiel uns die Welt zu schwer.
3. Ach, heilger Geist, behalte Gemeinschaft allezeit mit unserm Geist und walte nun und in Ewig⸗ keit. Carl Bernhard Garve, 1 1841.
2. Adoentlieder.
Mel. Erschienen ist der herrlich Tag. 13 Non kommt das neue
* Kirchenjahr, deß freut sich alle Christenschaar; dein König kommt, drum freue dich, du werthes Zion, ewiglich. Halleluja!
2. Wir hören noch das Gna⸗ denwort vom Anfang immer fort und fort, das uns den Weg zum Leben weist; Gott sei für seine Gnad gepreist. Halleluja!
3. Gott, was uns deine Wahr— heit lehrt, die unsern Glauben stets vermehrt, laß in uns blei⸗ ben, daß wir dir Lob und Preis sagen für und für. Halleluja!
Johann Olearius, 4 1684.
Mel. Nun freut euch, l. Christen ꝛc. 14 Gelt Lob! ein neues
Kirchenjahr macht uns die große Treue des ewgen Gottes offenbar; und nun will
er aufs Neue den alten hochbe⸗ schwornen Bund, den einzig festen Glaubensgrund durch sei—⸗ nen Geist uns lehren.
2. Auf, Zion, Preis und Ehr und Ruhm dem höchsten Herrn zu singen! Dein königliches Priesterthum muß Dank zum Opfer bringen. Gelobt sei Gott, der durch sein Wort die Chri⸗ stenheit und diesen Ort zu seinem Tempel weihet.
3. Wir sind nicht werth der neuen Huld des Gottes aller Gnaden. Des alten Menschen alte Schuld, die wir auf uns geladen, nimmt unsern eignen Ruhm dahin; denn sie bewies den alten Sinn noch stets mit neuen Sünden.
4. Ach, Herr, gieb uns den
neuen Geist und mach uns durch
die Güte, die sich an uns aufs Neu erweist, erneuert im Ge⸗
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