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3. Ich, Dein betrübtes Kind, werf alle meine Sünd, so viel ihr'r in mir stecken und mich so heftig schrecken, in Deine tiefen Wunden, da ich stets Heil gefunden.
4. Durch Dein unschuldig Blut, die schöne, rothe
Fluth, wasch ab all meine Sünde, mit Trost mein Herz
verbinde, und ihr'r nicht mehr gedenke, ins Meer sie tief versenke.
5. Du bist der, der mich tröst't, weil Du mich selbst erlöst: was ich gesündigt habe, hast Du verscharrt im Grabe, da hast Du es verschloßen, da wirds auch bleiben müßen.
6. Ist meine Bosheit groß, so werd ich ihr'r doch los, wenn ich Dein Blut auffaße und mich darauf ver⸗ laße: wer sich zu Dir nur findet, all Angst ihm bald verschwindet.
7. Mir mangelt zwar sehr viel: doch, was ich haben will, ist alles mir zu gute erlangt in Deinem Blute, damit ich überwinde Tod, Teufel, Höll und Sünde. ö
8. Und wenn des Satans Heer mir ganz entgegen wär, darf ich doch nicht verzagen, mit Dir kann ich sie schlagen, Dein Blut darf ich nur zeigen, so muß ihr Trotz bald schweigen.
9. Dein Blut, der edle Saft, hat solche Stärk und Kraft, daß auch ein Tröpflein kleine die ganze Welt kann reine, ja gar aus Teufels Rachen frei, los und ledig machen.
10. Darum allein auf Dich, HErr Christ, verlaß ich mich. Jetzt kann ich nicht verderben, Dein Reich muß ich ererben, denn Du hast mir's erworben, da Du für mich gestorben.


