310 dienst nicht bauen; auf ihn mein Herz soll laßen sich und seiner Güte trauen, die mir zusagt sein werthes Wort, das ist mein Trost und treuer Hort, des will ich allzeit harren.
4. Und ob es währt bis in die Nacht und wieder an den Morgen, doch soll mein Herz an Gottes Macht verzweifeln nicht, noch sorgen. So thu Israel rechter Art, der aus dem Geist erzeuget ward und seines Gotts erharre.
5. Ob bei uns ist der Sünden viel, bei Gott ist viel mehr Gnade; sein Hand zu helfen hat kein Ziel, wie groß auch sei der Schade. Er ist allein der gute Hirt, der Israel erlösen wird aus seinen Sünden allen. Martin Luther.
5.
1. HErr JIEsu Christ, Du höchstes Gut, Du Brunnquell aller Gnaden! Sieh doch, wie ich in mei— nem Muth mit Schmerzen bin beladen, und in mir hab der Pfeile viel, die im Gewißen ohne Ziel mich armen Sünder drücken.
2. Erbarm Dich mein in solcher Last, nimm sie aus meinem Herzen, dieweil Du sie gebüßet hast am
Holz mit Todesschmerzen, auf daß ich nicht mit großem
Weh in meinen Sünden untergeh, noch ewiglich verzage. 3. Fürwahr, wenn mir das kömmet ein, was ich
mein Tag begangen, so fällt mir auf das Herz ein
Stein und bin mit Furcht umfangen, ja, ich weiß weder
aus noch ein, und müßte stracks verloren sein, wenn ich
Dein Wort nicht hätte.
4. Aber Dein heilsam Wort, das macht mit seinem


