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26. Sonntag nach Trinitatis. 121
Feuerflammen, Rache zu geben über die, so Gott nicht erkennen,
und über die, so nicht gehorsam sind dem Evaͤngelium unsers Herrn Jesu Christi; welche werden Pein leiden, das ewige Verderben von dem An⸗ gesichte des Herrn und von seiner herrlichen Macht, wenn er kommen wird, daß er herrlich erscheine mit seinen Heiligen und wunderbar mit allen Gläubigen. Denn unser Zeugnis an euch von demselbigen Tage habt ihr geglaubet.
Evangelium: Matth. 25,31—46.
(Das Endgericht.) Menn des Menschen Sohn
kommen wird in seiner Herrlichkeit, und alle heilige Engel mit ihm, dann wird er sitzen auf dem Stuhl seiner Herrlichkeit; und werden vor ihm alle Völker ver⸗ sammelt werden. Und er wird sie voneinander scheiden, gleich als ein Hirte die Schafe von den Böcken scheidet. Und wird die Schafe zu seiner Rechten stellen und die Böcke zur Linken. Da wird dann der König sagen zu denen zu seiner Rechten: Kommt her, ihr Geseg⸗ neten meines Vaters, ererbet das Reich, das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt! Denn ich bin hungrig gewesen und ihr habt mich gespeiset. Ich bin durstig gewesen und ihr habt mich ge⸗ tränket. Ich bin ein Gast gewesen und ihr habt mich beherberget. Ich bin nackend gewesen und ihr 4a⸗ mich bekleidet. Ich bin krank ge⸗ wesen und ihr habt mich besucht. Ich bin gefangen gewesen und ihr seid zu mir kommen. Dann werden ihm die Gerechten ant⸗ worten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und haben dich gespeiset, oder durstig und haben dich getränket? Wann haben wir dich einen Gast gesehen und beherberget, oder nackend und haben dich bekleidet? Wann haben wir dich krank oder
Donnten gesehen und find zu dir ommen? Und der König wird antworten und sagen zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt Einem unter diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan. Dann wird er auch sagen zu denen zur Linken: Gehet hin von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln! Ich bin hungrig gewesen und ihr habt mich nicht gespeiset. Ich bin durstig gewesen und ihr habt mich nicht getränket. Ich bin ein Gast ewesen und ihr 286 mich nicht beherberget. Ich bin nackend ge⸗ wesen und ihr habt mich nicht bekleidet. Ich bin krank und ge⸗ fangen gewesen und ihr habt mich nicht besucht. Da werden sie ihm auch antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich gesehen hungrig, oder durstig, oder einen Gast, oder nackend, oder krank, oder gefangen und haben dir nicht gedienet? Dann wird er ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr nicht getan habt Einem unter diesen Ge⸗ ringsten, das habt ihr mir auch nicht getan. Und sie werden in die ewige Pein gehen; aber die Gerechten in das ewige Leben.
Neue Perikopen. Epistel: Offenb. Joh. 2, 8—11. (Sei getreu bis an den Tod.) D Engel der Gemeine zu
Smyrna schreibe: Das saget der Erste und der Letzte, der tot war und ist lebendig worden: Ich weiß deine Werke und deine Trüb⸗ sal und deine Armut,(du bist aber reich,) und die Lästerung von denen, die da sagen, sie seien Juden und sind's nicht, sondern sind des Satans Schule. Fürchte dich vor der keinem, das du leiden wirst. Siehe, der Teufel wird etliche von euch ins Gefängnis werfen.


