Advent. 7
3. Auf, auf, ihr Vielgeplag⸗ ten! Der König ist nicht fern. Seid fröhlich, ihr Verzagten,
dort kommt der Morgenstern.
Der Herr will in der Not mit reichem Trost euch speisen, er will euch Hilf erweisen, ja dämpfen gar den Tod.
4. Frisch auf, ihr Hochbe⸗ trübten! Der König kommt mit Macht. An uns, sein Herz⸗ geliebten, hat er schon ängst gedacht. Nun wird kein Angst noch Pein noch Zorn hinfür uns schaden, dieweil uns Gott aus Gnaden läßt seine Kinder sein.
5. So lauft mit schnellen Schritten, den König zu be⸗ sehn, dieweil er kommt ge⸗ ritten stark, herrlich, s und schön. Nun tretet all heran, den Heiland zu begrüßen, der alles Kreuz versüßen und uns erlösen kann.
6. Der König will bedenken die, so er her 0 liebt, mit ah ielbi Geschenken, als der sich selbst uns gibt durch seine Gnad und Wort. O König, hoch erhoben, wir alle wollen loben dich freudig hier und dort.
7. Nun, Herr, du gibst uns reichlich, wirst selbst doch arm und schwach; du liebest unvergleichlich, du gehst den Sündern nach; drum wolln wir all in ein die Stimmen hoch erschwingen, ein Hosianna singen und ewig dankbar sein.
Johann Rist, 1607—1667.
Eigene Melodie. ein König kommt 16. D in niedern Hüllen, ihn trägt der lastbarn Es'lin Füllen. Empfang ihn froh, Jerusalem! Trag ihm ent⸗ gegen Friedenspalmen, bestreu
den Pfad mit grünen Halmen!
So ists dem Herrn angenehm.
2. O mächtiger Herrscher ohne Heere, gewaltger Kämpfer ohne Speere, o Friedensfürst von großer Macht! Es wollen dir der Erde Herren den Weg zu deinem Throne sperren; doch du gewinnst ihn ohne Schlacht.
3. Dein Reich ist nicht von dieser Erden, doch alle Erden⸗ reiche werden dem, das du gründest, untertan. Bewaffnet mit des Glaubens Worten, zieht deine Schar nach den vier Orten der Welt hinaus und macht dir Bahn.
4. Und wo du kommest hergezogen, da ebnen sich des Meeres Wogen, es schweigt der Sturm, von dir bedroht. Du kommst, auf den empörten Triften des Lebens neuen Bund zu stiften, und schlägst in Fesseln Sünd und Tod.
5. O Herr von großer Huld und Treue, o komme du auch jetzt aufs neue zu uns, die wir sind schwer verstört. Not ist es, daß du selbst hienieden
kommst zu erneuen deinen
Frieden, dagegen sich die Welt empört.


