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Am Pfingst-Montage. 23
auf daß, wenn es nun geschehen wird, ihr glanbet. Ich werde hinfort nicht viel mehr mit euch reden, denn kommt der Fürst dieser Welt 0 hat nichts an mir. Aber auf daß die Welt erkenne, daß ich den Vater liebe, und ich also thue, wie mir der Vater geboten hat: steht auf, und laßt uns von hinnen gehen.
Epistel, Apost. Gesch. 2, V. 1—13.
Un als der Tag der Pfingsten er⸗ füllt war, waren sie alle ein⸗ mütig bei einander. Und es geschah schnell ein Brausen vom Himmel als eines gewaltigen Windes, und erfüllte das ganze Haus, da sie saßen. Und man sah an ihnen die Zungen zerteilt, als wären sie feurig; und er setzte sich auf einen jeglichen unter ihnen; und wurden alle voll des heiligen Geistes, und fingen an zu predigen mit andern Zungen, nachdem der Geist ihnen gab auszusprechen. Es waren aber Juden zu Jernsalem wohnend, die waren gottesfürchtige Männer, aus allerlei Volk, das unter dem Himmel ist. Da nun diese Stimme geschah, kam die Menge zusammen und wurden verstürzt; denn es hörte ein jeglicher, daß sie mit seiner Sprache redeten. Sie entsetzten sich aber alle, ver⸗ wunderten sich und sprachen unterein⸗ Limnn Siehe, sind nicht diese alle, die da reden, aus Galiläa? Wie bören wir denn ein jeglicher seine Sprache, darinnen wir geboren sind? Parther und Meder und Elamiter, und die wir wohnen in Mesopo⸗ tamien und in Judäa und Kappa⸗ docien, Pontus und Asien, Phrygien und Pamphylien, Agypten und an den Enden der Libyen bei Kyrene,
und Ausländer von Rom, Juden
und Judengenossen, Kreter und
Araber; wir hören sie mit unsern Zungen die großen Thaten Gottes
reden. Sie entsetzten sich alle und wurden irre, und 4— einer zu dem andern: Was will das werden?
Die andern ahrr hatten es ihren Spott und sprachen: Sie sind voll
süßen Weins.
Evang. am Pfingst-Montage, Joh. 3, V. 16—21.
lso hat Gott die Welt geliebt,
daß er seinen eingeborenen Sohn gab, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Denn Gott hat seinen— nicht gesandt in die Welt, daß er die Welt richte, sondern daß die Welt durch ihn selig werde. Wer an ihn glaubt, der wird nicht gerichtet, wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, denn er glaubt nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes. Das ist aber das Gericht, daß das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr, denn das Licht, denn ihre Werke waren böse. Denn wer Arges thut, der haßt das Licht und kommt nicht an das Licht, auf daß seine Werke nicht gestraft werden. Wer aber die Wahrheit sthut, der kommt an das Licht, daß seine Werke offenbar werden, deun sie sind in Gott gethan.
Epistel, Ap. Gesch. 10, V. 42.—48.
U'd der Herr hat uns geboten, zu predigen dem Volk und zu zeugen, daß er ist verordnet von Gott ein Richter der Lebendigen und der Toten. Von diesem zeugen alle Propheten, daß durch seinen Namen alle, die an ihn glauben, Vergebung der Sünden empfangen sollen. Da Petrus noch diese Worte redete, fiel der heilige Geist auf alle, die dem Worte zu⸗ hörten. Und die Gläubigen aus der Beschneidung, die mit 10 gekom⸗ men waren, entsetzten sich, daß auch auf die Heiden die Gabe des heiligen Geistes ausgegosfen ward, denn sie hörten, daß sie mit 3 Zungem redeten und Gott hoch priesen. Da antwortete Petrus: Mag auch je— mand das Wasser wehren, daß diese nicht getauft werden, die den heiligen Geist empfangen haben, gleichwie auch wir? Und befahl sie zu taufen im Namen des Herrn.


