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Advent. 9
gestammte Held hat sich treu⸗
lich eingestellt. 4. Sei willkommen, o mein
in meinem Herzen an.
5. Zeuch, du Ehrenkönig, ein, es gehöret dir allein; mach es, wie du gerne thust, rein von allem Sündenwust.
6. Und gleichwie dein Zu⸗ kunft war voller Sanftmut,
ohn Gefahr, also sei auch
jederzeit deine Sanftmut mir bereit.
7. Tröste, tröste
will sich dir zu Füßen legen,
zeuch zu unsern Thoren ein; du sollst uns willkommen sein. Heil! Hosianna, o mein Teil! richte du auch eine Bahn dir
meinen
Sinn, weil ich schwach und
blöde bin und des Satans schlaue List sich zu hoch vor mir vermißt.
8. Tritt der Schlange Kopf
entzwei, daß ich, aller Angste
frei, dir im Glauben um und an selig bleibe zugethan;
9. Daß, wenn du, o Lebens⸗ fürst, prächtig wiederkommen wirst, ich dir mög entgegen gehn und vor dir gerecht be⸗ stehn.
Heinr. Held, um 1650.
Mel.: Meinen Jesum laß ich nicht. 19 Hosianna! Davids
Sohn kommt in Zion eingezogen. Auf, bereitet
ihm den Thron, setzt ihm
tausend Ehrenbogen, streuet Palmen, machet Bahn, daß er Einzug halten kann.
2. Hosianna, sei gegrüßt! Komm, wir gehen dir entgegen; unser Herz ist schon gerüst,
3. Hosianna! Friedefürst, Ehrenkönig, Held im Streite, alles, was du schaffen wirst, das ist unsre Siegesbeute. Deine Rechte bleibt erhöht, und dein Reich allein besteht.
4. Hosianna! lieber Gast, wir sind deine Reichsgenossen, die du dir erwählet hast; ach, so laß uns unverdrossen deinem Scepter dienstbar sein; herrsche du in uns allein.
5. Hosianna! komme bald, die Verheißung zu erfüllen; wollte gleich die Knechtsgestalt deine Majestät verhüllen, ei, so kennet Zion schon Gottes und auch Davids Sohn.
6. Hosianna! steh uns bei; o Herr, hilf, laß wohlgelingen, daß wir ohne Heuchelei dir das Herz zum Opfer bringen. Du nimmst keinen Jünger an, der dir nicht gehorchen kann.
7. Hosianna! laß uns hier an den Olberg dich begleiten, bis wir einstens für und für dir ein Psalmenlied bereiten; dort ist unser Bethphage: Hosianna in der Höh!
8. Hosianna! nah und fern! eile, bei uns einzugehen, du Gesegneter des Herrn, warum villst du draußen stehen? Hosianna, bist du da? Ja, du kommst. Halleluja!
Benj. Schmolck, 1672—1737.


