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Beicht- und Kommunionbuch / von Wilhelm Baur
Entstehung
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14 J. Das Weizenkorn und der Weinstock.

später, schon hatte der Herr das Abendmahl eingesetzt und war im Begriff, in die Nacht hinauszugehen und in Geth⸗ semane die Schatten des Todes über sich ausbreiten zu lassen, da sprach er: Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibet, und ich in ihm, der bringt viele Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts thun(Joh. 15, 5). Ein untadeliger Weinstock war Jesus Christus, voll frischen Lebenssaftes, voll Kraft des feurigen Weines. Hätt' er mitten im Volke sich von ihm abgetrennt, hätt' er nicht den Trieb gehabt, über den Weinberg Gottes, das Volk Jsrael, ja über alle Länder der Erde sich wachsend auszubreiten, was wär' aus ihm geworden, was wär' er heute? Wir sind selbst Reben an ihm geworden, so ferne dem Boden, aus welchem er zuerst hervorgewachsen, daß uns das Nicht⸗fort⸗wachsen dieses Weinstocks in aller Welt im Widerspruch mit seinem tiefsten Lebenstriebe erscheinen würde. Denn das eben ist dieses Weinstocks Herrlichkeit, daß er sich hat Wunden schlagen lassen, durch welche sein Leben ausströmte, er aber zugleich die Menschen, die ster⸗ ben wollten, an sich zog, mit sich als Reben zusammen⸗ fügte. Für uns, für uns! so klingt es wieder. Wir sind des Weinstocks Reben und zugleich ist er der Wein von welchem wir Kraft empfangen. Das Weizenkorn ist Christus und das Brot, der Weinstock ist er und der Wein. Christi Fleisch ist die rechte Speise, Christi Blut ist der rechte Trank. Der ganze Christus ist unsers Lebens Nah⸗