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4. Epiphanias. 33
Über deinem Haupt anbricht! Gott hat derer nicht vergessen,
Die im Finstern sind gesessen.
2. Dunkelheit, die mußte weichen, Als dies Licht kam in die Welt, Dem kein andres ist zu gleichen, Welches alle Ding erhellt. Die nach diesem Glanze sehen, Dürfen nicht im Finstern gehen.
3. Ach, wie waren wir verblendet, Ehe noch dies Licht brach an! Ja, da hatte sich gewendet Schier vom Himmel jedermann; Unsre Augen und Gebürden Haf⸗ teten nur an der Erden.
4. Gottes Rat war uns verborgen, Seine Gnade schien uns nicht, Klein und Große mußten sorgen, Jedem fehlt' es an dem Licht, Das zum rechten Himmelsleben Seinen Glanzuns solltegeben.
5. Aber wie hervorge— gangen Ist der Aufgang aus der Höh, Haben wir das Licht empfangen, Welches so viel Angst und Weh Aus der Welt hinweggetrieben, Daß nichts Dunkles übrig blieben.
6. Dieses Licht läßt uns nicht wanken In der rechten Glaubensbahn. Ewig, Herr, will ich dir danken, Daß du hast so wohl gethan Und
uns diesen Schatz geschenket, Der zu deinem Reich uns lenket.
7. Gieb, Herr Jesu, Kraft und Stärke, Daß wir dir zu jeder Zeit Durch geliebte Glaubenswerke Folgen in Gerechtigkeit Und hernach im Freudenleben Heller als die Sterne schweben.
8. Dein Erscheinung müss' erfüllen Mein Gemüt in aller Not; Dein Erscheinung müsse stillen Meine Seel auch gar im Tod. Herr, in Freuden und im Weinen Müsse mir deinLichterscheinen.
9. Jesu, laß mich endlich gehen Freudig aus der bö— sen Welt, Dein so helles Licht zu sehen, Das mir dort schon ist bestellt, Wo wir sollen unter Kronen In der schönsten Klarheit wohnen.
Johann Rist, 1607—1667.
Mel. Herzlich thut mich verlangen.
59. Herr Jesu, Licht der Heiden, Der Frommen Schatz und Lieb, Wir kommen jetzt mit Freuden Durch deines Geistes Trieb In diesen deinen Tempel Und suchen mit Begier Nach Simeons Exempel. Dich großen Gott allhier.


