14 J. Heilige Zeiten.
Mel. Zeuch ein zu deinen Thoren.
20. Nun jauchzet all, ihr
Frommen, Zu dieser Gnaden⸗ zeit, Weil unser Heil ist kom— men, Der Herr der Herrlich— keit, Zwar ohne stolze Pracht, Doch mächtig zu verheeren Und gänzlich zu zerstören Des Teufels Reich und Macht. 2. Kein Sceepter, keine Krone Sucht er auf dieser Welt, Im hohen Himmels- throne Ist ihm sein Reich bestellt. Er will hier seine Macht Und Majestät verhül— len, Bis er des Vaters Willen Im Leiden hat vollbracht. 3. Ihr Mächtigen auf Erden, Nehmt diesen König an; Soll euch geholfen wer— den, So geht die rechte Bahn, Die zu dem Himmel führt; Sonst, wo ihr ihn verachtet, Und nur nach Hoheit trachtet, Des Höchsten Zorn euch rührt. 4. Ihr Armen und Elen⸗ den Zu dieser bösen Zeit, Die ihr an allen Enden Müßt haben Angst und Leid, Seid dennoch wohlgemut. Laßt eure Lieder klingen, Des Königs Lob zu singen, Der euer höchstes Gut. 5. Er wird nun bald er⸗ scheinen In seiner Herrlich— keit Und all eu'r Klag und
Weinen Verwandelen in Freud. Er ist's, der helfen kann, Macht eure Lampen fer⸗ tig, Seid seiner stets gewärtig, Er ist schon auf der Bahn.
Mich. Schirmer, 1606— 1673.
Mel. Valet will ich dir geben.
28. Wie soll ich dich em⸗
pfangen, Und wie begegn' ich dir, O aller Welt Verlangen, O meiner Seele Zier? O Jesu, Jesu, setze Mir selbst die Fackel bei, Damit, was dich er⸗ götze, Mir kund und wissend sei.
2. Dein Zion streut dir Palmen Und grüne Zweige hin, Und ich will dir in Psal— men Ermuntern meinen Sinn; Mein Herze soll dir grünen In stetem Lob und Preis Und deinem Namen dienen, So gut es kann und weiß.
3. Was hast du unterlassen Zu meinem Trost und Freud, Als Leib und Seele saßen In ihrem größten Leid? Als mir das Reich genommen, Da Fried und Freude lacht, Bist du, mein Heil, gekommen Und hast mich froh gemacht.
4. Ich lag in schweren Banden, Du kommst und machst mich los; Ich stand in Spott und Schanden, Du kommst und machst mich groß Und hebst mich hoch zu Ehren


