I. Der Tag des Herrn.
Am Morgen.
Mel. Mein Hiuen dem die Sera⸗ phinen ꝛc. 1 Beschwerte⸗ Herz, leg ab die Sorgen; er⸗ hebe dich, gebeugtes Haupt! Es kommt der angenehme Morgen, da Gott zu ruhen hat erlaubt, da Gott zu ruhen hat befohlen und selbst die Ruhe eingeweiht; auf, auf, die ihm geraubte Zeit in seinem Dienste einzu⸗ holen.
2. Auf, laß die Welt aus deinem Sinne, dein irdisch Werk muß stille stehn; du sollst zu höherem Gewinne in deines Gottes Tempel gehn, ihm zu bezahlen deine Pflichten und zur Vermeh⸗ rung seines Ruhms die Werke deines Priestertums in tief⸗ ster Andacht zu verrichten.
3. Mein Gott! ich bin vor dir erschienen und gebe auf dein Winken acht; wie kann ich dir gefällig dienen,
werden, wenn deine
wenn mich dein Geist nicht tüchtig macht? Wie werde ich in dir erfreuet, wenn er nicht stillt der Sünde Schmerz? Wie bet ich. wenn er nicht das Herz durch seine Gnade mir erneuet?
4. Kann meine Harfe lieb⸗ lich klingen, wenn sie dein Finger nicht berührt? Kann ich die finstre Nacht durch⸗ dringen, wenn mich dein Licht nicht aufwärts führt? Kann ich ein reines Opfer lamm nicht in mich fährt und mich in deiner Lieb verzehrt und hebet von dem Staub der Erden?
5. Mein Jesus hat mein Herz so teuer zu seinem Tem⸗ pel eingeweiht: hier ist dein Herd, hier ist dein Feuer, die Fülle deiner Herrlichkeit, dein Heiligtum, dein Stuhl der Gnade; dein Licht und Recht, das Himmelsbrot, des Geistes Frucht und dein Ge⸗ bot erfüllen diese Bundeslade.
6. In deinem Haus will ich mir bauen die
Hütte,


