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Gesangbuch für die Evangelischen Gemeinden der Provinz Posen
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Sonntags-Lieder. Advents⸗Lieder. 0

Segen, So gehn wir mit Freud nach Haus, Wandeln fein auf Gottes Wegen; Gottes Geist uns serner leite Und uns Alle wohl bereite.

3. Unsern Ausgang segne

Gott, Unsern Eingang gleicher⸗

maßen; Segne unser täglich Brot, Segne unser Thun und Lassen; Segne uns mit selgem Sterben Und mach uns zu Himmelserben!

Hartmann Schenk, geb. 1634 4 1681.

II. Advents⸗Lieder.

Mel. Aus meines Herzens Grunde. 1 4. Auf auf, ihr Reichs⸗ genossen, Eur König kommt heran, Empfanget un⸗ verdrossen Den großen Wun⸗ dermann; Ihr Christen geht herfür, Laßt uns vor allen Din⸗ en Ihm Hosianna singen Mit heiliger Begier.

2. Auf, ihr betrübten Herzen! Der König ist gar nah; Hinweg all Angst und Schmerzen, Der Helfer ist schon da; Seht, wie so mancher Ort Hochtröstlich ist zu nennen, Da wir ihn finden können Im Nachtmahl, Tauf und Wort.

3. Auf, auf, ihr Vielgeplag⸗ ten, Der König ist nicht fern; Seid fröhlich, ihr Verzagten, Dort kommt der Morgenstern. Der Herr will in der Not Mit rin Trost euch speisen, Er will euch Hülf erweisen, Ja dämpfen gar den Tod.

4. Nun hört, ihr frechen Sün⸗ der, Der König merket drauf, Wenn ihr verlorne Kinder Im vollen Lasterlauf Auf arges

seid bedacht, Ja thut es ohne Sorgen; Gar nichts ist ihm

verborgen, Er giebt auf alles acht.

5. Seid fromm, ihr Unter⸗ thanen, Der König ist gerecht; Laßt uns die Weg ihm bahnen, Weg thun, was krumm und schlecht. Fürwahr, er meint es gut; Drum lasset uns die Pla⸗ gen, Die er uns schickt, er⸗ tragen Mit unerschrocknem Mut.

6. Und wenn gleich Krieg und Flammen Uns alles rau⸗ ben hin: Geduld, weil ihm zu⸗ sammen Gehört doch der Ge⸗ winn. Wenn gleich ein früher Tod Uns, die uns lieb, genom⸗ men, Wohlan, so sind sie kom⸗ men Ins Leben aus der Not.

7. Frisch auf in Gott, ihr Armen! Der König sorgt für euch, Er will durch sein Erbar⸗ men Euch machen groß und reich! Der selbst des Vögleins

acht, Der wird auch euch ernäh⸗

ren; Was Menschen nur be⸗ gehren, Das steht in seiner Macht⸗

8. Hat endlich uns betroffen Viel Kreuz, läßt er doch nicht Die, so auf ihn stets hoffen