——
M1I
Durst des Herzens löscht, und den Koth der Sündenfälle ganz von meiner Seele wäscht? Keine weiß ich, als die Wunden und des t, heil'gen Lammes Blut. Ach, es labt mich alle⸗ Stunden; ach, es macht mich rein und gut.
6. Wo ist aber meine Hütte, Tag und Nacht daheim zu sein, daß mein Herz sich nicht zer⸗
rütte? sagt: Wo geh' ich aus und ein? Keine weiß ich, als die Wunden, die der HErr dem Thomas wies. Wer sich da hinein gefunden, hat ein ew'ges Paradies.
r 360. Wer da bittet, der nimmt.
Keiner wird zu Schanden, welcher GOttes
barrt; sollt' ich sein der Erste, der zu Schanden
ward? Nein, das ist unmöglich, du getreuer Hortl neher fällt der Himmel, eh' mich täuscht Dein Wort. 2. Du hast zugesaget:„Wer da bittet, nimmt,“ ewer da sucht, soll finden, was ihm GOtt bestimmt. [Wer im festen Glauben muthig klopfet an, dem bwird ohne Zweifel endlich aufgethan. 3. Nun so will ich's wagen, HErr, auf Dein Gebot, alle meine Sorgen, eign' und fremde Noth, hall' mein heimlich Grämen, alles was mich quält, Dir an's Herz zu legen der„die Thränen zählt.“ 4. Du bist mein Erbarmer und mein bester Freund, meines Lebens Sonne, die mir lacht Aund scheint auch in finstern Nächten, und durch's Todesthal mir hinüber leuchtet zu des Lammes
ahl. Opferduft zum Preis des Lammes.
daß mein Herz ein Altar wär' voll Räuch⸗ werk des Gebets; o daß ich Dank und Preis und Ehr' dem Lamm darbrächte stets!
—.——


