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338. IEsus betet, JEsus wacht.
Weil das Tagwerk nun gethan, steigt mein IEsus still bergan, hat gewirkt vom frühen! Morgen, Sich verzehrt in Hirtensorgen; schläft
Er nun in stiller Nacht? Nein, Er betet noch
und wacht;
2. Schwingt die Seele himmelzu, sucht im Schooß des Vaters Ruh', will den Staub vom Herzen spülen, im Gebet die Seele kühlen: Winde, säuselt süß und sacht; IEsus betet, JE⸗ sus wacht.
3. Erdennoth und Sündenschmerz schnitten durch Sein heilig Herz; schweige nur, o Welt⸗ getümmel, tröst' Ihn du, o sel'ger Himmel;z Sterne glänzt in stiller Pracht: IEsus betet, IEsus wacht.
4. O, wer dem Gespräch gelauscht, das da Sohn und Vater tauscht! Engel, sammelt euch
in Chören, fern anbetend zuzuhören; halt' den
Odem an, o Nacht: JIEsus betet, IEsus wacht.—
5. Tief in Schlummer ausgestreckt, ruht die Welt von Nacht bedeckt, und verträumt in dum⸗ pfer Kammer ihrer Tage Lüst' und Jammer; schlaf', o Welt, in finstrer Nacht: IEsus betet, IEsus wacht.—
6. Aus der Nacht verborg'nem Schoß macht der böse Feind sich los, schleicht mit leisen Mör⸗ derschritten um der Menschenkinder Hütten; bö⸗ ser b1. hast keine Macht: JEsus betet, JEsus wacht.
7. Wacht wo noch im Kämmerlein einsam Eins beim Lampenschein, scheucht wo noch den süßen Schlummer vom verweinten Aug' der Kummer; schlaf, o Herz, ein Hirt hat Acht, IEsus betet, IEsus wacht.—


