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20. Das neue Leben. Sonett.
Schon regt sich's unter der erstarrten Hülle, Aus ihrem Todesschlaf erwacht die Flur, Und heimlich in dem Schooße der Natur Entfaltet sich des neuen Lebens Fülle:
So webt und waltet in des Herzens Stille Des ew'gen Geistes unsichtbare Spur— Doch in gebeugten Seelen wohnt Er nur, Und sterben muß zuvor dein eig'ner Wille!
Wenn dann der Erde Blüthen auch zerfallen Und sich zerstreuen in des Windes Weh'n: Der GOttessame kann nicht untergeh'n!
In Sturm und Wetter blüht er schöner auf, Zum Gärtner schau't die Blume still hinauf, Bis Er sie pflanzt in Seines Himmels Hallen!
21. Des Frühlings Pracht und Freude. Eigene Melodie.
Komm, laß uns geh'n aufs neubelebte Feld, laß uns beseh'n des Frühlings Pracht und Freude, schau' da Dein Werk, die Erd' im neuen Kleide! Es grünt, es blüht, Dir jauchzet alle Welt.
2. Der Vöglein Schaar singt lustig Tag und Nacht; das Bienlein sammelt ein bei'm hellen Wet⸗ ter. Wie süß bestrahlt die Sonne Blum' und Blät⸗ ter! Du bist's, mein Licht, das Alles fröhlich macht!
3. Im Herzen Du; da draußen die Natur! Ich liebe Dich in Deinen Schildereien, und muß mich ja herzkindlich d'rüber freuen; wie schön, wie schön ist Deine Kreatur!
„4. Das kleinste Blatt, das feinste Gräselein rühmt Deine Kunst; was grünt und blüht und lebet, 2


