Druckschrift 
Reisepsalter : zum Besten der Bibel-, Missions- und Traktatsache
Einzelbild herunterladen

44

12. Ohne Dich keinen Schritt! Mel. Wie wohl ist mir, o Freund der Seelen.

O Vaterherz, o Licht, o Leben, o treuer Hirt, Immanuel! Dir bin ich einmal übergeben, Dir, Dir gehöret Leib und Seel'! Ich will mich nichtmehr selber führen, der Vater soll das Kind regieren; so geh nun mit mir aus und ein und leite mich auf allen Tritten; ich geh', ach hör', o HErr, mein Bitten! für mich nicht einen Schritt allein.

2. Du gängelst mich, ich kann nicht gleiten, Dein Wort muß ewig feste steh'n; Du sprichst, Dein Auge soll mich leiten, Dein Erbarme soll mit mir geh'n; ja Deine Güte und Erbarmen soll mich umfangen undumarmen; o daß ich nur rechtkindlich sei, in Allem gläubig zu Dir flehe und stets auf Dei⸗ nen Wink enur sehe; so spür' ich täglich neue Treu'.

3. So lob' und lieb' ich in der Stille und ruh' als Kind in Deinem Schooß; das Schäflein trinkt aus Deiner Fülle, die Braut ist aller Sorgen los, sie sorgetimmerdar in Allen, Dir, ihrem Bräut'gam zu gefallenz sie schmückt und hält sich Dir bereit. Ach, ist, laß gar zeuch mich weit von hinnen, was eitel st, laß ganz zerrinnen, o reiner Glanz der Ewigkeit.

13. Mein Wunsch. Mel. Herr und Aelt'ster Deiner Kreuzgemeine.

Eines wünsch' ich mir vor Allem Andern, eine Speise früh und spät; selig läßt's im Thränenthal sich wandern, wenn dies Eine mit uns geht: Un⸗ verrückt auf einen Mann zu schauen, der mit blut'gem Schweiß und Todesgrauen auf Sein Antlitz niedersank und den Kelch des Vaters trank.

2. Ewig soll Er mir vor Augen stehen, wie Er, als ein stilles Lamm, dort so blutig und so bleich

IT