16 Von der Beichte.
bleiben. Und ist also die Taufe eine gewisse Versiche zung, datz uns Gott zu Kindern angenommen hat; das IIe daß er uns unsers Ungehorsams nicht whill entgelten lassen. ö ö C Was Elpfängst du im heiligen Abendmahl?
Den pahren Leib und Blut unsers Herrn Jesu Chri⸗
sli, unter de ene Brod und Wein.
Warum gehest du zum Tisch des Herrn?
Daß ich meinen Glauben an den Herrn Christum durch die Nießung seines Ribes und Blutes stärke, und meine arme Seele tröste.
Glaubest du und bekennest dieses Alles von Herzen, was du von der christlichen Liebe jetzund gesagt hast? Ja Herr. ö ö Willst du dich denn auch in den Gehorsam der christli⸗
chen Kirche ergeben, und nachdem du glaubest und be⸗
kennest, hinfort thun und leben, und was du allhier ver⸗ heißest und zusagest, thun und getreulich halten? Ja, Herr, durch die Gnade und Hülfe unsers Herrn Jesu Christi.
Von der Beichte.
Was ist die Beichte?
Die Beichte begreift zwei Stücke in sich: Eins, daß man die Sünden bekenne: Das andere, daß man die Absolution oder Vergebung vom Beichtiger empfahe, als von Gott selbst, nnd ja nicht daran zweifele, sondern fest glaube, die Sünden seien dadurch vergeben vor Gott im Himmel. ö Welche Sünden soll man. beichten? ö
Vor Gott soll man aller Sünden sich schuldig geben, ö auch die wir nicht erkennen, wie wir im Vater Unser thun. Aber vor dem Beichtiger sollen wir allein die Sünden bekennen, die wir wissen und fühlen im Herzen. ö Welche


