———
und Eigenschaften. 17
mein Herz durchschaun. Er⸗ blickst du mich auf bösen Wegen, so führe mich auf deine Bahn und laß mich einst am Ziel den Segen der Frömmigkeit von dir empfahn!
Weisheit Gottes.
Mel. Wer nur den lieben Gott 26 Dsnimen der
aller Dinge, der Alles weiß, erkennt, ver⸗ steht! Nichts ist so groß, nichts so geringe, das nicht nach deiner Ordnung geht. Denn der Geschöpfe ganzem Chor schreibst du Maas, Ziel und Regel vor.
2. Die vielen wundervol⸗ len Werke, was unsern Au⸗ gen fern und nah, stehn als Beweise deiner Stärke, als Zeugen deiner Weisheit da. Unendlich, Herr, ist dein Verstand: der ganze Weltbau machts bekannt.
3. Mit eben diesen Mei⸗ sterhänden, mit welchen du die Welt gemacht, regierst du auch an allen Enden, was dein Verstand hervor-⸗ gebracht. Du brauchst, o unerschaffnes Licht, der Menschen Rath und Bei⸗ stand nicht.
4. Was du zu thun dir vorgenommen, krönt auch, sobald du willst, die That;
wenn tausend Hindernisse kommen, so triumphirt dein hoher Rath. Den besten Zweck wählt dein Verstand; die Mittel stehn in deiner Hand. ö
5. Die Menge so ver⸗ schiedner Willen, wo jeder seinen—— erwählt, muß doch den deinen blos er⸗ füllen, der seines Zieles nie verfehlt und aller Feinde stolzen Wahn als Unver⸗ nunft beschämen kann.
6. O Weisheit! decke mei⸗ ner Seele die angeborne Thorheit auf, damit sie dich zum Leitstern wähle auf ihrem sonst verwirrten Lauf. Ich weiß den Weg zur Wohlfahrt nicht, drum leite mich dein sichres Licht.
7. Du hast mich durch mein ganzes Leben nach deinem Weisen Rath geführt. Mein Geist muß dir die Ehre geben, daß du aufs beste mich regiert; o leite mich durch Welt und Zeit hinüber in die Ewigkeit!
Mel. Gott des Himmels und der Erden
27 Unne sei mir immer mei⸗
nes Gottes Weg und Rath, und die Nacht sei ohne Schimmer, die mich hier umschattet hat; doch s. Es,


