212 Tod und
3 Da steht der Selgen Chor dabei viel hoch auf Himmels Zinnen und aller Engel Scharen frei, was Freud da sei, das mag kein Herz besinnen.
Heinrich v. Laufenberg, 1430 373 Jerusalem, du hochge⸗ baute Stadt, wollt Gott, ich wär in dir! Mein sehnlich Herz
so groß Verlangen hat und ist nicht mehr bei mir; weit über Berg und Tale, weit über blaches Feld
schwingt es sich über alle und eilt aus dieser Welt.
2 O schöner Tag und noch viel schönre Stund,
wann wirst du kommen schier,
da ich mit Lust,
mit freiem Freudenmund
die Seele geb von mir
in Gottes treue Hände
zum auserwählten Pfand,
daß sie mit Heil anlände
in jenem Vaterland.
3 O Ehrenburg, nun sei gegrüßet tu auf der Gnaden Pfort! smir, Wie große Zeit hat mich verlangt nach dir, eh ich bin kommen fort aus jenem bösen Leben,
„Eigene Weise
maus jener Nichtigkeit
und mir Gott hat gegeben das Erb der Ewigkeit.
Ewigkeit
4 Was für ein Volk, was für ein edle kommt dort gezogen schon?[Schar Was in der Welt von Auserwählten war, seh ich, die beste Kron, die Jesus mir, der Herre, entgegen hat gesandt, da ich noch war so ferne in meinem Tränenland.
5 Propheten groß und Patriarchen auch Christen insgemein, hoch, die weiland dort trugen des Kreuzes Joch und der Tyrannen Pein, schau ich in Ehren schweben, in Freiheit überall, mit Klarheit hell umgeben, mit sonnenlichtem Strahl.
6 Wenn dann zuletzt ich angelanget im schönen Paradeis, bin von höchster Freud erfüllet wird der Sinn, der Mund von Lob und Preis. Das Halleluja reine man singt in Heiligkeit, das Hosianna feine ohn End in Ewigkeit.
7 Mit Jubelklang, mit Instrumen⸗ in Chören ohne Zahl, IÜten schön, daß von dem Schall und von dem süßen Ton sich regt der Freudensaal, mit hunderttausend Zungen, mit Stimmen noch viel mehr, wie von Anfang gesungen das große Himmelsheer.
Johann Matthäus Meyfart, 1590—1642
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