Druckschrift 
Großer Gott wir loben dich / [Buchschmuck und gezeichnete Schriften Emil Ernst Heinsdorff, Irschenhausen bei München]
Entstehung
Einzelbild herunterladen

518 Über Herkunft der Texte und Weisen

versitätsmusikdirektor und Professor in Marburg a. d. Lahn. Nr. 84, 206, 220.

Stobäus, Johann, geb. 6. 7. 1580 in Graudenz, gest. U. 9. 1646 als Kantor und kurfürstlicher Kapellmeister in Königsberg. Nr. 126.

Sturm, Paul, geb. 2. 7. 1890 in Karlsruhe, Lic. theol., studierte in Heidelberg und Halle Theologie, Professor in Karlsruhe, Herausgeber des BE-Liederbuches, Vorkämpfer um ein neues Kirchenlied, lebt in Heidelberg. Nr. 14, 34, 84, 102, 108, 168, 214.

Teschner, Melchior/ geb. 1584 in Fraustadt, Kantor in Fraustadt, gest. J. 12. 1655 als Pfarrer zu Oberpritschen(Posen). Nr. 242.

Uhlich, Johann, geb. um 1630 in Leipzig(2), war Organist in Torgau. Nr. 196, 250.

Vulpius, Melchior, geb. um 1560 in Wasungen(Thür.), seit 1602 Stadtkantor in Weimar, wo er 1615 starb. Nr. 19, 55, 70, 89, 138, 195, 199, 227, 268, 271, 282.

Walther, Johann, s. Liederdichter. Nr. 27, 40.

Wamsler, Bruno, geb. 15. 3. 1900 in Halle a. S., besuchte das Lehrerseminar in Eilenburg, studierte in Halle, Eilenburg und Leipzig Musik, seit 1920 Cehrer und Organist in Lauscha i. Mr. 30.

Weiße, Michael, s. Liederdichter. Nr. 56.

Weßnitzer, Wolfgang, geb. um 1647, gest. 1685 als Hoforganist in Celle. Nr. 1776.

Wiener, Georg, geb. 1585 in Walldorf bei Meiningen, gest. 1651 als Pfarrer in Heinrichs bei Suhl. Nr. 117.

Außer den im Vertoner-Verzeichnis aufgeführten enthält unser Gesangbuch eine Anzahl Weisen, deren Schöpfer unbekannt sind. Es handelt sich dabei um 115 Melodien zu 166 Texten aus der deit vom 15. Jahrhundert bis 1958. Diese Tatsache ist ein Ruhmesblatt der unbekannten Künstler. Sie haben wertvollstes deutsches Kulturgut geschaffen, das die Jahrhunderte überdauert hat, und stellten doch ihre eigene Person unter den großen GedankenGemeinnutz vor Eigennutz. Jyr Streben war darauf gerichtet, mit ihrer Kunst das religiöse Ceben ihres Volkes zu fördern, zu verschönen und zu ver⸗ tiefen.

Die große zahl von 1s Weisen und der gewaltige deitraum von fast 8 Jahrhunderten beweisen, daß dieses Bewußtsein einer von Gott aufgegebenen Sendung zu allen Zeiten in unserm deutschen Volke lebendig war.

Die ältesten Weisen stammen aus dem 13.15. Jahrhundert. Wo sich das Jahrhundert nicht genau ermitteln ließ, führt das Lied die Bezeichnungvorreformatorisch.