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Gesangbuch zum gottesdienstlichen Gebrauche für protestantisch-evangelische Christen
Entstehung
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Reformationsfest. 52⁵

Vaters Reich, an Macht und Huld ihm gleich, willst du

segnen von deinem Thron

mit reichem Lohn, die treu dir waren, Gottessohn!

3. Geist des Friedens, Geist der Wahrheit! es leuchtet uns in ew'ger Klarheit dein welt⸗

beglückend göttlich Wort. Zur

Geduld in guten Werken kannst du allein den Glauben stärken, du bist des Frommen Trost und Hort. Dein Eigentum sind wir, wir leben, sterben dir. Amen, Amen! Du gibst uns Licht und Zuversicht, wenn

unser Herz im Tode bricht.

G. Fr. Wilh. Schultz, 17741842.

Mel. 36. Christ, unser Herr, zum Jordan kam ꝛe. 557. Gott, welchen herrlichen Gewinn find' ich in Jesu Lehre,

wenn ich auf ihn nur achtsam

bin, ihn durch Gehorsam ehre. Kein Menschenherz, ruft er mir zu, kann Gottes Lieb' ergründen; wer mir nur folgt, soll Seelenruh', Vergebung seiner Sünden und Kraft zur Tugend finden.

2. Doch ach! so manches Christenheer, gefesselt von den Banden des Vorurteils, hat

nur zu sehr dein Wort, Herr, mißverstanden, hat Menschen⸗ sinn hineingedacht und, als zu deiner Ehre, in Fesseln die Vernunft gebracht, zu glauben Menschenlehre, als ob sie Christi wäre.

3. Gelobt seist du, o Gott, daß wir, auf Wahrheit recht beflissen, wohl Menschen⸗ satzungen von ihr zu unter⸗ scheiden wissen; daß die Ver⸗ nunft uns unterweist, dein Wort recht zu verstehen, nicht bloß die Worte, nein, den Geist der Lehren auszuspähen, was du willst, selbst zu sehen!

4. So dient uns, Herr, das eine Licht, das andre zu verstärken. Durch beide gibst du Unterricht, auf beide soll ich merken. Dem Wahn vermag kein Altertum der Wahrheit Glanz zu geben; der Zeiten Fortschritt stößt ihn um und trotzt dem eiteln Streben, ihn wieder zu erheben.

5. Doch, Herr, da Nacht und Wahn so schwer dem Licht der Wahrheit weichen, so laß sich die Vernunft stets mehr im reinsten Lichte zeigen! Wem du Vernunft gabst, schäme sich, vom Glauben sie zu trennen!