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— Gebete in besanderen Tebenslagen.—
Weil ich aber mit großer Traurigkeit meines Herzens beladen bin und täglich geängstigt werde, so daß ich meine Be— trübnis nicht aussagen noch beschreiben kann, so bitte ich dich, treuer Gott, verlaß mich doch nicht und halte mich fest bei deiner Hand, daß ich nimmermehr sinke, noch von dir geschieden werde. Mit trau— rigem Herzen stehe ich des Morgens auf, mit betrübtem Geiste esse ich meine Speise, mit Angst lege ich mich nieder und habe keine Ruhe in mir. Ach Gott, siehe an meinen Kummer! Ich wollte dir gerne mit fröhlichem Herzen dienen, aber ich ver⸗ mag es nicht; wie stark ich mich wehre und wider das Elend meines Herzens streite, ich bin zu schwach zu diesem großen Kampfe. Darum hilf mir Schwachem, o du starker Gott, und gieb mir deinen heiligen Geist, daß er mich tröste und erfreue in aller meiner Traurigkeit. Ich bin ja dein im Tode und im Leben, und weder Gegen⸗ wärtiges noch Zukünftiges, weder Trübsal
noch Angst kann mich scheiden von dir und? deiner Liebe, obgleich ich jetzt in Angst und
Kummer schwebe.
Herr, ich hoffe auf deine Gnade, du wirst mich nicht unerhört lassen, sondern alle Angst aus meinem Herzen nehmen.
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