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Gesangbuch für die Evangelische Kirche im Großherzogtum Hessen
Entstehung
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533 Gebete in besonderen Lebenslagen.

ist in schwere Sorge und großes Herzeleid verwandelt. Da liegt es vor unseren Augen, und jeder Zug seines Antlitzes bricht unser Herz. Wir möchten gern helfen und können doch nicht. Darum erbarme du dich, allmächtiger Helfer, denn bei dir ist kein Ding unmöglich. Gebiete du, dann wird die Krankheit weichen; laß es dein Wohl⸗ gefallen sein, so werden wir die heißersehnte Freude haben, unser Kind genesen zu sehen. Doch es ist dein Kind, du bist sein Vater, denn du hast es in der heiligen Taufe als dein Kind auf⸗ genommen. So hast du ein größeres Anrecht an es, als wir. Des⸗ halb, dein Wille geschehe. Wir wollen nicht murren, wenn du es uns nimmst aus unseren Armen in deine treuen Vaterarme. Ge⸗ denkst du es zu versetzen als Pflanze in dein Paradies, dann wollen wir uns trösten, daß du es auch bewahrst vor den Sünden dieser Welt und es frühe führest zu deinem ewigen Heile. Willst du unser liebes Kind uns aber noch lassen, dann, o Herr, wollen wir es von neuem freudig aus deiner Vaterhand nehmen als lebendigen Zeugen deiner Macht und deiner Gnade. Dann aber 955 2. uns auch Kraft und Weisheit, es für 11 und dein himmlisches Reich zu erziehen. Endlich, getreuer Gott, laß uns wieder vereinigt werden in dem Himmelreich unseres Herrn und Heilandes Jesu Christi, da, wo kein Leid, kein Schmerz, kein Tod mehr unsere Freude stört, und wo wir in vollkommener Seligkeit dich ewig loben und preisen werden. Amen.

Lied Nr. 333: Befiehl du deine Wege.

f) Fürbitte der Angehörigen für einen Kranken.

Hilf uns Gott, unser Helfer, um deines Namens Ehre willen! Ps. 79, 9.

Vater, wir flehen zu dir für den Kranken, der uns so wert und teuer ist. Kann es nach deiner Weisheit geschehen, so laß ihn ge⸗ nesen und erhalte uns ihn, den wir so innig lieben. Doch wir unter⸗ werfen uns mit Demut deinem heiligen Willen, wenn auch mit banger

Besorgnis und mit Tränen. Hilf, Helfer, hilf, denn wenn du willst,

so kannst du uns wohl helfen. In deinem heiligen Worte hast du uns ja gesagt: rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten, so sollst du mich preisen. Vater, wir rufen dich an: ist es möglich, so laß uns den bittern Kelch der Trennung nicht trinken, gib viel⸗ mehr, daß wir für Rettung und Erhaltung dich preisen und dir danken können. Mildere, o Gott, die Schmerzen unseres lieben Kranken und tröste, beruhige, stärke ihn durch deinen Geist. Und soll, o Herr über Leben und Tod, nach deinem väterlichen Ratschluß seine Todes⸗ stunde herannahen, ach, so mache sie ihm sanft und selig. Stärke dann mit Kraft aus der Höhe den Scheidenden und uns, die Zurück⸗ bleibenden. Laß ihn und uns im Geiste hinüberblicken in die ewigen