eiste Raum, uter Baum,
treiben; m Ruhm höne Blum eiben.
aradeis letzten Reis rünen; einer Ehr nem mehr ienen. 100Y—10j6
Um 1600.
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Anhang 370
9 Er sendet Tau und Regen und Sonn- und Mondenschein und wickelt seinen Segen gar zart und künstlich ein und bringt ihn dann behende in unser Feld und Brot: es geht durch unsre Hände, kommt aber her von Gott. Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn: 1 drum dankt ihm, dankt ½ und hofft auf ihn! 3 Was nah ist und was ferne, von Gott kommt alles her, der Strohhalm und die Sterne, das Sandkorn und das Meer. Von ihm sind Büsch und Blätter und Korn und Obst, von ihm
das schöne Frühlingswetter
und Schnee und Ungestüm.
Alle gute Gabe
kommt her von Gott dem Herrn: 1 drum dankt ihm, dankt ½3 und hofft auf ihn!
Er läßt die Sonn aufgehen,
er stellt des Mondes Lauf;
er läßt die Winde wehen
und tut die Wolken auf.
Er schenkt uns soviel Freude,
er macht uns frisch und rot;
er gibt dem Viehe Weide
und seinen Menschen Brot.
Alle gute Gabe
kommt her von Gott dem Herrn: „1 drum dankt ihm, dankt ½ und hofft auf ihn!
Nach Matthias Claudius, 1740—1615.
379
Mel.: Der Mond ist aufgegangen(Nr. 378)
1 Wie ruhest du so stille in deiner weißen Hülle, du mütterliches Land! Wo sind des Frühlings Lieder, des Sommers bunt Gefieder und dein beblumtes Festgewand?
2
Du schlummerst nun entkleidet,
kein Lamm und Schäflein weidet
auf deinen Aun und Höhn.
Der Vöglein Lied verstummet,
und keine Biene summet:
doch bist du auch im Schlummer schön.
3 Die Zweig und Astlein schimmern, und tausend Lichter flimmern,
wohin das Auge blickt.
Wer hat dein Bett bereitet,
die Decke dir gespreitet
und dich so schön mit Reif geschmückt?
Der gute Vater droben
hat dir dein Kleid gewoben,
er schläft und schlummert nicht.
So schlummre denn in Frieden!
Der Vater weckt die Müden
zu neuer Kraft und neuem Licht. 5
Bald in des Lenzes Wehen
wirst du verjüngt erstehen
zum Leben wunderbar.
Sein Odem schwebt hernieder:
dann, Erde, stehst du wieder
mit einem Blumenkranz im Haar.
Friedrich Adolf Krummacher, 1767—1645.


