Jahreswechsel 25
25
Mel.: Meinen Jesum laß ich nicht(Nr. 197)
1 Jesus soll die Losung sein, da ein neues Jahr erschienen; Jesu Name soll allein denen zum Paniere dienen, die in seinem Bunde stehn und auf seinen Wegen gehn.
2
Jesu Name, Jesu Wort soll bei uns in Zion schallen; und so oft wir an den Ort, der nach ihm genannt ist, wallen, mache seines Namens Ruhm unser Herz zum Heiligtum.
3 Unsre Wege wollen wir nun in Jesu Namen gehen. Geht uns dieser Leitstern für,
so wird alles wohl bestehen und durch seinen Gnadenschein alles voller Segen sein.
4
Alle Sorgen, alles Leid soll der Name uns versüßen; so wird alle Bitterkeit uns zur Freude werden müssen. Jesu Nam sei Sonn und
Schild, welcher allen Kummer stillt.
5
Jesus, aller Völker Heil, unserm Land ein Gnadenzeichen, unsres Ortes bestes Teil, dem kein Kleinod zu vergleichen, Jesus, unser Schutz und Hort, sei die Losung fort und fort.
Benjamin Schmolck, 1672—1787.
26
Mel.: Herzlich tut mich verlangen(Nr. 313)
1 Das Jahr geht still zu Ende, nun sei auch still, mein Herz. In Gottes treue Hände leg ich nun Freud und Schmerz und was dies Jahr umschlossen, was Gott der Herr nur weiß, die Tränen, die geflossen, die Wunden brennend heiß.
9
Warum es soviel Leiden,
so kurzes Glück nur gibt? Warum denn immer scheiden, wo wir so sehr geliebt?
So manches Aug gebrochen, und mancher Mund nun stumm, der erst noch hold gesprochen— du armes Herz, warum?
Daß nicht vergessen werde, was man so gern vergißt: daß diese arme Erde
nicht unsre Heimat ist.
Es hat der Herr uns allen, die wir auf ihn getauft,
in Zions goldnen Hallen ein Heimatrecht erkauft.
4
Hier gehen wir und streuen die Tränensaat ins Feld, dort werden wir uns freuen im selgen Himmelszelt;
wir sehnen uns hienieden dorthin ins Vaterhaus
und wissens: die geschieden, die ruhen dort schon aus.


