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Kleines katholisches Meßbuch / von Ludwig Donin
Entstehung
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XXVIII

Der Rauchfaßträger.

Der Rauchfaßträger hat dafür zu sorgen, daß das Rauchfaß reinlich, mit den nöthigen bren⸗ nenden Kohlen versehen, und daß im Schifflein immer guter Weihrauch vorräthig sei. Hat er schon den Chorrock an, so soll er, um sich nicht zu be⸗ schmutzen, Andern das Anblasen überlassen. Cben so darf er auch vor dem Altar Gottes nicht anblasen und das Rauchfaß zu stark hin und her schwenken, weil es vor einem so heiligen Orte sehr unschick lich wäre. ö

Er soll den obern Theil des Rauchfasses in die linke Hand nehmen und mit den drei Fingern das Rauchfaß bei dem großen Ringe halten, wäh⸗ rend er das mittlere Kettlein bei dem obern Ring⸗ lein mit dem Daumen etwas in die Höhe zieht, und zwar so, daß das Rauchfaß bei dem Nichtge⸗ brauche immer ein wenig offen bleibt. Das Schiff⸗ lein aber wird am linken Arme mit dem Velum gehalten, oder in der rechten Hand, wenn nicht ein eigener Ministrant dazu bestimmt ist. Ist Weih⸗ rauch einzulegen, so wird das Schifflein zuerst dem Priester(oder Diacon) hingegeben; alsdann mit dem Daumen und dem Zeigefinger der rech ten Hand das mittlere Kettlein, so viel es nöthig ist, in die Höhe gezogen, und der untere Theil mit der rechten Hand(bei der Kette haltend, halb knie⸗ end hingehalten), dabei aber ist das Kohlenanblasen ganz zu vermeiden.

Unter der feierlichen heiligen Messe, wo der Priester den Weihrauch nicht bei der unteren Staffel, sondern oben beim Altare eingelegt, darf