Vom jungfräulichen Stande überhaupt. 17
Garten Gottes, wo die schönsten Rosen der Gottesliebe und die reinsten Lilien der Un— schuld bei einander blühen.
Gleichsam als Mittelpunkt und die herr⸗ lichste Abteilung im Garten Gottes zeigt sich Rom, wo so viele Heilige lebten und Millionen den heldenmütigen Kampf des Martertums siegreich bestanden. Dort lebten auch drei Schwestern, man nannte sie nach den drei göttlichen Tugenden: Fides, Spes, Charitas,— Glaube, Hoffnung, Liebe. Diese drei Tugenden übten sie auch im höchsten Grade, lebten ein frommes, jung⸗ fräuliches Leben und wurden im Jahre 120 in der Verfolgung des Kaisers Hadrian gemartert. Ihnen folgten die hl. Jung- frauen Valeria, Pudentiana und ihre Schwester Praxedis.
Aus dem folgenden Jahrhundert hat uns die Geschichte eine sehr große Menge heiliger Jungfrauen aufgezeichnet, und ihre Lebensgeschichte gehört zu dem Schönsten und Rührendsten, was wir lesen können. Wir wollen nur einige erwähnen.
Die heilige Martina war eine Jesus a. d. Jungfrau. 2


