2 Beten, Loben und Danken.
6. Die nur, die dem Herrn ver⸗ trauen, Gehen auf der rechten Bahn; Die in Angst, in Furcht und Grauen Ihn nur einzig rufen an, Denen wird allein bekannt Gottes Herrlichkeit und Hand.
7. Drum dankt Gott, ihr Gottes⸗ knechte, Kommt, erhebet seinen Ruhm; Er hält Israels Geschlechte Doch noch für sein Eigentum; Jesus Christus ist noch heut, Gestern und in Ewigkeit. Heinr. Georg Reuß, 4 1716.
3.
Mel. Es ist das Heil uns lommen her.
DerHerrist Gottund keinermehr, Frohlockt ihm, alle Frommen! Wer ist ihm gleich? Wer ist wie er, So herrlich, so vollkommen? Der Herr ist groß, sein Nam ist groß, Unendlich ist und grenzenlos Der Herr in seiner Größe.
2. Er ist und bleibet wie er ist. Wer strebet nicht vergebens Ihn auszusprechen? Wer ermißt Die Dauer seines Lebens?
Wir Menschensind vongesternher; Eh noch die Erde ward, war er, Und ewig wird er bleiben.
3. Um seinen Thron her strömt ein Licht, Das ihn vor uns verhüllet; Ihn fassen alle Himmel nicht, Die seine Größ erfüllet. Er bleibet ewig wie er war, Verborgen und doch offenbar In seiner Werke Wundern.
4. Wo wären wir, wenn seine Kraft Uns nicht gebildet hätte? Erkenntuns, kennetwaserschafft, Der Wesen ganze Kette. Bei ihm ist Weisheitund Verstand UndłKraft und Stärke, seine Hand Umspannet Erd und Himmel.
5. Ist er nicht nah, ist er nicht
fern? Weiß er nicht aller Wege? Wo ist die Nacht, da sichdem Herrn Ein Mensch verbergen möge? Wölkt keine Schatten um euch her, Gedanken selbst erkennet er Im tiefsten Herzensgrunde.
6. Wer schützt den Weltbau dich, lch, O Herr, vor seinem Falle? Allgegenwärtig breitet sich Dein Fittich über alle; Du bist voll Freundlichkeit, voll Huld, Barmherzig, gnädig, voll Geduld, Ein Vater, ein Verschoner.
7. Unsträflich bist du, heilig, gut Und reiner als die Sonne. Wohl dem, der deinen Willen. tut; Denn du vergiltst mit Wonne. Du hast Unsterblichkeit allein, Bist selig und wirst ewig sein Der Seligkeiten Fülle. 8. Dir nur gebühret Lob und Dank, Anbetung, Preis und Ehre. Kommt, werdetGottesLobgesang, Ihr alle seine Heere! Der Herr ist Gott und keiner mehr: Wer ist ihm gleich? Wer ist wie er,
So herrlich, so vollkommen?
Joh. Andr. Cramer, 4 1788.


