120 Für Verstorbene.
wird ent⸗ste⸗hen, VFwenn wir einst den Rich-ter
se-hen, un⸗ge⸗rührt von un-serm Fle⸗hen!
2. Der Posaune Schall wird klingen, durch der Erde Gräber dringen,“ alle zum Gerichte zwingen.“ Cod, Natur, ihr werdet beben,* wenn, erweckt zum neuen Leben,* Rechenschaft der Mensch wird geben,
5. Gottes Buch wird aufgeschlagen, treu enthält es eingetragen* jede Tat aus diesen Tagen. Wann der ernste Richter schlichtet» und der Herzen Dunkel lichtet, * bleibt nichts Böses ungerichtet.
4. Was soll Armer, ich, dann sagen,* da auch die Gerechten zagen* und den Richter kaum ertragend! Herr, der du erhaben thronest* und aus Güte unser schonest,“* sieh auf mich, wenn du belohnest!
5. Milder Jesus, denk im Segen:*Ich war's Ziel von deinen Wegen;* viel war dir an mir gelegen,“ viel hast du für mich ertragen,* bis man dich ans Krenz geschlagen;“ wirst du mir den Wert versagen?
6. Mit Versöhnungsblut besprenge,* Jesus, meiner Sünden Menge“ vor dem Tage deiner Strengel* Das Gewissen quält mich Bangen,* Reue rötet meine Wan⸗ gen;* laß, o Gott, mich Gnad' erlangen!
7. Der Maria du verziehen,* selbst dem Mörder Heil verliehen,“* laß für mich noch Hoffnung blühen!* Nichts verdienen meine Zähren,* deine Gnade muß mich nähren,“ soll die Straf' nicht ewig währen.
8. Laß mich, Herr, zur Rechten stehen à und ins Reich des Vaters gehen,“ nicht zur Linken fruchtlos flehen!“* Wenn die Sünder vor dir fliehen, hin zu ihrer Strafe ziehen,‚“ sprich dann: Gnad' ist dir verliehen!
SR
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