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3. Nicht die Heimat über Sternen Suchen in den Sonnenfernen, Auf der Welt den Himmel schaffen Mit des freien Geistes Waffen, Helfen, daß es auf der Erde Schöner, heller, freier werde, Freier von des Wahnes Bürde, Das ist rechte Menschenwürde.
4. Klaren Blickes vorwärts schreiten, Sich den Frieden selbst bereiten, An dem Wohl der Menschheit bauen, Heißt der eignen Kraft vertrauen. Wenn wir so in allen Dingen Selbst nach Recht und Wahrheit ringen, Mildern helfen die Beschwerden: Dann, o dann wirds besser werden!
Mel. 34: Die Tugend wird durchs Kreuz.
213. Die Freiheit läßt sich nicht gewinnen, Sie wird von außen nicht erstrebt, Wenn nicht zuerst sie selbst tiefinnen Im eignen Busen dich belebt. Willst du den Kampf, den großen, wagen, So setz zuerst dich selber ein: Wer fremde Fesseln will zerschlagen, Darf nicht sein eigner Sklave sein.
2. Nur reinem Herzen, reinen Händen Gebührt der Dienst im Heiligtum. Der Freiheit Werk rein zu vollenden, Dies, deutsches Volk, dies sei dein Ruhm. Die Lüge winkt, die Schmeichler locken, Mit seiner Kette spielt der Knecht: Du aber wandle unerschrocken, Und deine Waffe sei— das Recht!


