Druckschrift 
Gesangbuch für die deutschkatholischen Gemeinden im Königreich Sachsen / hrsg. auf Grund Kirchenbeschlusses von deutschkatholischen Landes-Kirchen-Vorstande im Königreich Sachsen
Entstehung
Einzelbild herunterladen

415

Wohlwollen. Mel. 50: Freu dich sehr, o meine.

3 ½˙ 193. Die nach milden Himmelstropfen Dürstet die vergilbte Au, Fühl ich meine Pulse klopfen Nach dem schönern Himmelstau. Was ist Gold und was ist Ehr? Mein Gemüt verlanget mehr! Liebe muß die Seele tränken, Liebe kann Erquickung schenken.

2. Aug in Auge freundlich blickend Thut im tiefsten Herzen wohl. Hand die Hand in Treue drückend Macht das Leben trostesvoll. Und das Wort voll Liebesklang Ist wie lieblicher Gesang, Und ein treues Herz am Herzen Lindert alle scharfen Schmerzen.

3. Wohl, ich kann noch Kräfte regen, nen, Und mags nicht für mich allein. Menschen, euer Wohl und Segen Soll mir eigne Freude sein.

Offen stehen soll mein Herz Eurer Lust und eurem Schmerz, Und so mag mirs wohl gelingen, Eure Liebe zu erringen.

4. Armes Leben, ödes Leben,

le Wo die treue Liebe fehlt!

9·00 Eitles kümmerliches Streben,

Wo man sich in Selbstsucht quält! Nein! ich kenn ein besser Teil:

Lieb ist Leben, Lieb ist Heil, Schafft den Himmel rings hienieden, Und der Seele tiefen Frieden.