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Tägliches Hand-Buch in guten und bösen Tagen : Aufmunterung, Gebete und Gesänge für gesunde, Betrübte, Kranke und Sterbende ; Sprüche, Seufzer und Gebete, den Sterbenden vorzusprechen ; nebst Andachten für Festzeiten und besonderen Gelegenheiten / von Joh. Friedr. Stark
Entstehung
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62 Fürbitte für die Kinder.

licht, der Sünden Nacht vertreibe; Geh auf in mir, Glanz der Gerechtigkeit, Erleuchte mich, ach Herr, denn es ist Zeit. Du schlummerst nicht, wenn meine Glieder schlafen, Ach, laß die Seel im Schlaf auch Gutes schaffen; O Lebenssonn, erquicke meinen Sinn, Ich laß dich nicht, da nun der Tag ist hin. Amen.

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Die Uindbetterin trägt Gott im Gebet ihr Kind vor.

Aufmunterung.

Wenn Gott den Eltern Kinder gegeben, so geht nicht allein die Sorge für sie an, sondern es findet sich auch bei ihnen eine Liebe zu der Kinder zeitlichem und ewigem Heil und ein Verlangen nach ihrer Wohlfahrt; dieses alles aber muß mit Gebet von Gott erlangt werden, weil es mit gehöret unter die guten Gaben, die von oben herab kommen, von dem Vater des Lichts. Es soll demnach 1) eine fromme Mutter ihr neugeborenes Kind Gott demütig vortragen, daß er es wolle zur heiligen Taufe gelangen lassen und in der⸗ selben es in seine Arme als sein Kind und zu seiner Pflege, Fürsorge, Liebe und Gnade aufnehmen. 2) Läßt es Gott an Jahren zunehmen, so muß es in das Abend- und Morgen gebet, ja auch in die täglichen Seufzer eingeschlossen werden, daß Gott es wolle mit seinem heiligen Geist regieren, ihm ein frommes Herz verleihen, gute Gesundheit, Wachstum und Gedeihen geben, seine geraden Glieder erhalten und es vor Unglück und Schaden bewahren. 3) Das Gebet und die Sorgen frommer Eltern nehmen mit den Jahren zu, daß ihre Kinder müssen in der christlichen Lehre unterrichtet, gegrün det und zu der Erkenntnis Jesu Christi gebracht werden, welchen Schatz ihren Kindern mitzuteilen, sie weder Kosten und Mühe noch Fleiß sparen sollen. J) Gehen sie in die Fremde oder kommen unter die Weltkinder in den späteren Jahren, so nehmen die Sorgen der Eltern zu, aber es muß auch desto eifriger gebetet werden; da machen es fromme Eltern wie Hiob, welcher alle Abend ein Opfer für seine Kinder brachte, um Gott anzurufen, er wolle seinen Kindern gnädig sein, und ihnen ihre Sünden vergeben. Es rufen fromme Eltern Gott an, er wolle ihre Kinder vor Verführung bewahren, sie in keine schweren Sünden und Schanden fallen lassen, sie durch seinen guten Geist auf ebener Bahn leiten und es lassen ihnen zeitlich und ewig wohlergehen. 5) Sie

haben auch das Vertrauen zu Gott, wenn sie an guter Zucht,

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