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Tägliches Hand-Buch in guten und bösen Tagen : Aufmunterung, Gebete und Gesänge für gesunde, Betrübte, Kranke und Sterbende ; Sprüche, Seufzer und Gebete, den Sterbenden vorzusprechen ; nebst Andachten für Festzeiten und besonderen Gelegenheiten / von Joh. Friedr. Stark
Entstehung
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Lebenslauf des Verfassers. 11

so ist dies nur eine Bestätigung des alten Satzes, daß der⸗ jenige Geistliche am sichersten auf weite Kreise wirkt, der die Treue im Kleinen auf dem Boden der eigenen Gemeinde be währt hat.

Dies gilt insbesondere von dem weitaus bekanntesten unter seinen Erbauungsbüchern, dem hier vorliegendenTäg⸗ lichen Handbuch. Bei dergroßen Familienähnlichkeit, die alle Schriften Starcks tragen, und bei der Eintönigkeit und Weitschweifigkeit einzelner unter denselben könnte man sich versucht fühlen, zu sagen: Weniger wäre mehr! wenn man nicht wüßte, daß wortreiche Breite überhaupt im Zuge jener Zeit lag. Aber wenn Starck auch nur das Tägliche Hand buch geschrieben hätte, so dürfte man fast mit jenem Lateiner sagen: Unum sed leoneml d. h.: Ein Buch, aber ein Muster⸗ buch! Was dem Buch seine weite Verbreitung sichert, das ist des Verfassers Seelsorgerherz, seine Gebetsgabe, das tiefe Verständnis für die Volksseele und die edle Einfachheit der Sprache.

Wie die meisten Schriften Starcks enthält auch das Hand⸗ buch zahlreiche(gegen 150) von ihm selbst verfertigte Lieder. Ihr dichterischer Wert ist gering und sie leiden an Wieder⸗ holungen, aber sie schließen sich durchaus eng an den Inhalt der Gebete an und sind bei aller lehrhaften Nüchternheitin eindringlichem Volkston gehalten(Kochs Geschichte des Kirchenliedes), so daß sie gleichwohl den Weg zum Herzen des evangelischen Volkes gefunden haben und noch finden.

Alles in allem genommen hat die deutsche evangelische Christenheit auch in bezug auf Johann Friedrich Starck Ur⸗ sache, sich heute noch des Wortes zu erinnern:

Gedenket an eure Lehrer, die euch das Wort Gottes

gesagt haben. Hebr. 13, 7.