Die kleine Kirchenlitanei V
(Nach dem Gesang eines Eingangsverses erhebt sich die Gemelne, und der Liturgus spricht:)
He du ewiger Gott, der du die Enden der Erde ge⸗ schaffen hast, im Meere Weg und in starken Wassern Bahn machst, vor dem die Völker sind wie ein Tropfen am Eimer und tausend Jahre wie der Tag, der gestern vergangen ist;
Herr, Berr, Gott, der du nicht müde noch matt wirst, aber gibst Kraft dem Müden und Stärke genug dem Un—⸗ vermögenden, der du alle unsre Sünde vergibst und heilest alle unsre Gebrechen:
Du wohnst in einem Licht, da niemand zukommen kann, und doch bist du nahe allen, die dich anrufen, allen, die dich mit Ernst anrufen.
Ach mein Gott, wie mächtiglich d spüret meine Seele dich! Drücke tief in meinen Sinn, wer du bist und was ich bin!
Sehet, welch eine Liebe hat uns der Vater erzeiget, daß wir Gottes Kinder sollen heißen! Darum beugen wir unsre Kniee vor dem Vater unsres Herrn Jesu Christi, der der rechte Vater ist über alles, was da Kinder heißt im Himmel und auf Erden:
Herr Gott unser Vater im Himmel! Dein Name werde geheiliget; dein Reich komme; dein Wille geschehe auf Erden wie im Himmel; unser täglich Brot gib uns heute; und vergib uns unste Schulden, wie wir unsern Schuldigern vergeben; und führe uns nicht in
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