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Gesangbuch der evangelischen Brüdergemeine : [nebst] Die kleine Kirchenlitanei
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und Anbetung

3 Mel. 226

Nies lob, mein Seel, den Herren, was in mir ist, den Namen

sein! Sein Wohltat tut er mehren, vergiß es nicht, o

Herze mein! Hat dir dein Sünd vergeben/ und heilt dein

Schwachheit groß, errett dein armes Leben, nimmt dich in

seinen Schoß, mit reichem Trost beschüttet, verjüngt dem Adler

Rec Der Herr schafft Recht, behütet, die leidn in seinem eich.

2. Er hat uns wissen lassensein heilges Recht und sein Gericht, dazu sein Güt ohn Maßen, es mangelt an Er⸗ barmung nicht. Sein Zorn läßt er wohl fahren, straft nicht nach unsrer Schuld, die Gnad tut er nicht sparen, den Blöden ů ist er hold. Sein Güt ist hoch erhaben/ ob den, die fürchten ihn; so fern der Ost vom Abend, ist unsre Sünd dahin.

3. Wie Väter sich erbarmen/ ob ihrer jungen Kindelein, so tut der Herr uns Armen, wenn wir ihn kindlich fürchten rein. Er kennt das arm Gemächte, er weiß, wir sind nur Staub,

ein bald verwelkt Geschlechte, ein Blum und fallend Laub; der Wind nur drüber wehet, so ist es nimmer da. Also der Mensch vergehet, sein End, das ist ihm nah.

4. Die Gottesgnad alleinesteht fest und bleibt in Ewigkeit/ bei seiner lieben Gmeine, die steht in seiner Furcht bereit, die

seinen Bund behalten. Er herrscht im Himmelreich. Ihr starken Engel, waltet /seins Cobs und dient zugleich/ dem großen

n Herrn zu Ehren/ und treibt sein heilges Wort. Mein Seel soll auch vermehren/ sein Lob an allem Ort.

er Johann Gramann, 1487-54 ö Mel. 30 25 laßt uns Gott dem Herren, Dank sagen und ihn ehren/ für alle seine Gaben, die wir empfangen haben. 0 2. Den Leib, die Seel, das Leben/ hat er allein gegeben; 6 dieselben zu bewahren, tut er nie etwas sparen.

3. Ein Arzt ist uns gegeben, der selber ist das Leben: Christus, für uns gestorben, der hat das Heil erworben.