aus dem Gregorschen„Großen Gesangbuch' darstellt. Beide Gesangbücher wurden bis 898 neben einander gebraucht. Ob⸗ wohl später mehrfach Verbesserungen und Ergänzungen an dem „Kleinen Gesangbuch“ vorgenommen wurden, so hat doch unsere Gemeine anderthalb Jahrhunderte aus dem Gesangbuch von Gregor gesungen.
Das vorliegende Gesaͤngbuch ist nun ein wirklich neues. Freilich darf das nicht so verstanden werden, als ob die lieben alten Lieder, die ein Kleinod unserer Gemeine sind, darin fehlten. Es ist wohl ein Drittel der Lieder des bisherigen Gesang— buchs weggefallen. Das sind aber zumeist unbekannte und un⸗ gesungene Lieder. Sie sind ersetzt worden durch LEieder aus dem reichen Schatz, den Gott der evangelischen Kirche geschenkt hat. Darunter sind nicht wenige, die unserer Gemeine schon bekannt und lieb geworden sind. Dabei hatte der Gesangbuchs-— Ausschuß das Bestreben, sich der Bewegung auf Vereinheit— lichung unseres evangelischen Kirchengesanges anzuschließen und einen Beitrag unserer Gemeine dazu zu liefern. Darum ist die Form der Lieder möglichst derjenigen angenähert, wie sie sich in dem neugeschaffenen„Deutschen evangelischen Gesangbuch für die Schutzgebiete und das Ausland“ findet, das, 1975 in Berlin erschienen, die Einheit im deutsch-evangelischen Kirchen⸗ gesang befördern will. Den eigentlichen Kirchenliedern sind noch zwei Anhänge angefügt. Der erste enthält Eieder aus Bad Boll. Sie sind von dem Freundeskreis, der sich um Bad Boll gesam⸗ melt hat, ausgewählt worden. Durch die Aufnahme dieser Boller Lieder wollen wir uns zu der Führung unseres Gottes bekennen, die Herrnhut und Boll in den letzten Jahren so nahe zusammen⸗ geführt hat. Der zweite Anhang enthält geistliche Volkslieder. Obwohl somit dieses Gesangbuch ein neues genannt werden
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