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Christliches Gesangbuch für die evangelischen Gemeinden des Fürstentums Minden und der Grafschaft Ravensberg : mit durchgesehenem und vermehrtem Anhange
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gelehrt, Das sollst du thun und lehren, Damit das Reich Gott's werd gemehrt Zu Lob und seinen Ehren. Und hüte dich vor Menschen Satz, Davon verdirbt der edle Schatz; Das laß ich dir zur Letze.)Labsal. AM. Luther, geb. 1483, st. 1546.

20. Durch Adams Fall ist ganz verderbt Menschlich Na⸗ tur und Wesen; Dasselb Gift ist auf uns geerbt, Daß wir nicht mocht'n genesen Ohn Gottes Trost, Der uns erlöst Hat von dem großen Scha⸗ den, Darin die Schlang Eva bezwang, Gott's Zorn auf sich zu laden.

2. Weil denn die Schlang Eva hat bracht, Daß sie ist abgefallen Von Gottes Wort, das sie veracht, Dadurch sie in uns allen Bracht hat den Tod, So war je Not, Daß uns auch Gott sollt geben Sein' lieben Sohn, Den Gna⸗ denthron, In dem wir möch ten leben.

3. Wie uns nun hat ein fremde Schuld In Adam all verhöhnet: Also hat uns ein fremde Huld In Christo all versöhnet. Und wie wir all Durch Adams Fall Sind ewigs Tods gestorben: Also hat Gott Durch Christi Tod Verneut, das war verdorben.

4. So er uns denn sein' Sohn hat g'schenkt, Da wir sein' Feind noch waren, Der für uns ist ans Kreuz ge⸗ henkt, Getöt', gen Himmel

Sünde und Erlösung. 13

g'fahren, Dadurch wir sein Von Tod und Pein Erlöst, so wir vertrauen In diesen Hort, Des Vaters Wort: Wem wollt vorm Sterben grauen.

5. Er ist der Weg, das Licht, die Pfort, Die Wahrheit und das Leben, Des Vaters Rat und ewig Wort, Den er uns hat gegeben Zu einem An ih Daß wir mit Trutz An ihn fest sollen glauben; Darum uns bald Kein Macht noch G'walt Aus seiner Hand wird rauben.

6. Der Mensch ist gottlos und verrucht, Sein Heil ist auch noch ferren, Der Trost bei einem Menschen sucht Und nicht bei Gott dem Herren. Denn wer ihm will Ein an⸗ der Ziel Ohn diesen Tröster stecken, Den mag gar bald Des Teufels G'walt Mit sei⸗ ner List erschrecken.

7. Wer hofft in Gott und dem vertraut, Der wird nim⸗ mer zu Schanden; Denn wer auf diesen Felsen baut, Ob ihm gleich geht zuhanden Viel Unfalls hie, Hab ich doch nie Den Menschen sehen fallen, Der sich verläßt auf Gottes Trost; Er hilft sein' Gläub⸗ gen allen.

8. Ich bitt, o Herr, aus Herzensgrund, Du wollst nicht von mir nehmen Dein heilig Wort aus meinem Mund, So wird mich nicht beschämen Mein Sünd und Schuld; Denn in dein Huld Setz ich