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Christliches Gesangbuch für die evangelischen Gemeinden des Fürstenthums Minden und der Grafschaft Ravensberg : [nebst] Gebete [usw.]
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von Anbeginn der Welt. Denn ich bin hungrig gewesen und ihr habt mich gespeiset. Ich bin wuch 8 gewesen und ihr habt mich getränket. Ich bin ein Gast herberg⸗ und ihr habt mich be⸗ erberget. Ich bin nacket gewe⸗ sen und ihr habt mich bekleidet. Ich bin krank gewesen und ihr habt mich besuchet. Ich bin ge⸗ fangen gewesen und ihr seid zu mir gekommen. Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und haben dich gespeiset? oder durstig und haben dich getränket? Wann n ben wir dich einen Gast gesehen und beherberget? oder nacket und haben dich bekleidet? Wann ha⸗ ben wir dich krank oder gefangen gesehen und sind zu dir gekom⸗ men? Und der König wird ant⸗ worten und sagen zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch, was ihr gethan habt einem unter diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir gethan. Dann wird er auch sagen zu denen zur Linken: Gehet hin von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln. Ich bin hungrig gewesen und ihr habt mich nicht gespeiset. Ich bin durstig gewe⸗ sen und ihr habt mich nicht ge⸗ tränket. Ich bin ein Gast gewe⸗ sen und ihr habt mich nicht beher⸗ berget. Ich bin nacket gewesen und ihr habt mich nicht beklei⸗ det. Ich bin krank und gefan⸗ gen gewesen und ihr habt mich nicht besuchet. Dann werden sie ihm auch antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich ge⸗ sehen hungrig oder durstig, oder einen Gast oder nacket, oder krank, oder gefangen, und haben dir nicht gedienet? Dann wird

Episteln und Evangelien. 177

er ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch, was ihr nicht gethan einem unter diesen Geringsten, das habt ihr mir auch nicht gethan. Und sie werden in die ewige Pein gehen, aber die Gerechten in das ewige Leben.

Am 27. Sonntage nach Trinitatis.

Epistel. 1 Thess. 5, 111.

Von den Zeiten aber und Stunden, lieben Brüder, ist nicht noth, euch zu schreiben. Denn ihr selbst wisset gewiß, daß der Tag des Herrn wird kommen, wie ein Dieb in der Nacht. Denn wenn sie werden sagen: Es ist Friede, es hat keine Gefahr, so wird sie das Verderben schnell überfallen, gleichwie der Schmerz ein schwangeres Weib, und werden nicht entfliehen. Ihr aber, lieben Brüder, seid nicht in der Finsterniß, daß euch der Tag wie ein Dieb ergreife. Ihr seid allzumal Kinder des Lichts und Kinder des Tages; wir sind nicht von der Nacht, noch von der Finsterniß. So lasset uns nun nicht schlafen, wie die an⸗ dern; sondern lasset uns wachen und nüchtern sein. Denn die da schlafen, die schlafen des Nachts, und die da trunken sind, die sind des Nachts trunken. Wir aber, die wir des Tages Kinder sind, sollen nüchtern sein, angethan mit dem Krebs des Glaubens und der Liebe, und mit dem Helm der Hoffnung zur Seligkeit. Denn Gott hat uns nicht gesetzt zum Zorn, sondern die Seligkeit zu besitzen, durch unsern Herrn Je⸗ sum Christ, der für uns gestor⸗ ben ist, auf daß, wir wachen oder schlafen, zugleich mit ihm leben sollen. Darum ermahnet euch 42

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SIISISII.

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