dich auch in mich, Daß ich als Liebe schmecke dich!
7. Du bist die Lebenskraft, Durch die sich alles reget, Was sich zum Guten nur In einger Art beweget. O daß dein Leben meinen Tod Verschlänge ganz, sammt aller Noth!
8. Du bist das höchste Gut, Nur du bist gut zu nennen. O laß mich außer dir Kein ander Gut erkennen! Mach aber meinen Sinn und Mut Durch dich und dein Erbar⸗ men gut.
9. So soll mein alles dich Mit Ruhm und Preis er⸗ heben, Ja, ich will selbst mich dir Zum ganzen Opfer geben; Und du wirst auch mit Lust in mir Dein Bild erblicken für und für.
10. Ehr sei dir, großer Gott, Du Herr der Himmelsheere! Es jauchzen ewig dir Der Selgen Jubelchöre. Ich jauchze mit schon auf der Erd, Bis ich ein Himmelserbe werd.
J. A. Freylinghausen, 9. 1670, st. 1739.
Mel. Wunderbarer König.
9. Unumschränkte Liebe, Gönne blöden Augen, Die sonst kaum auf Erden taugen, Daß sie in die Strahlen Deiner Langmuth blicken, Die den Erdkreis huldreich schmük⸗ ken Und zugleich Freuden⸗ reich Bösen und den Deinen Wie die Sonne scheinen.
2. Wasser, Luft und Erde, Ja, dein ganz Gebiete Ist ein Schauplatz deiner Güte.
Eigenschaften und Werke.
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Deiner Langmuth Ehre Wird durch neue Proben Immer herrlicher erhoben. O wie weit, O wie breit Ueber Berg und Hügel Streckt sie ihre Flügel.
3. Was wir davon denken, Was wir sagen können, Ist ein Schatten nur zu nennen. Tag für Tag zu leiden, Tag für Tag zu dulden So viel Millionen Schulden Und da⸗
hzu Ohne Ruh Lieben für das
Hassen: Herr, wer kann das fassen!
4. Du vergiebest Sünde, Hörst der Sünder Flehen, Wenn sie weinend vor dir stehen. Deine Rechte dräuet Und erbarmt sich wieder, Legt die Pfeile gerne nieder. Tie⸗ fen Schmerz Fühlt dein Herz, Wenn durch ernste Strafen Du mußt Bessrung schaffen.
5. Herr, es hat noch keiner, Der zu dir gegangen, Statt der Gnade Recht empfangen. Wer zu deinen Füßen Sich mit Thränen senket, Dem wird Straf und Schuld ge⸗ schenket. Unser Schmerz Rührt
dein Herz, Und du willst der Armen Gnädig dich erbarmen.
6. König, sei gepriesen, Daß du so verschonest Und uns nicht nach Werken lohnest. Deiner Hand sei Ehre, Die so wohl regieret Und mit Ruhm den Seepter führet. Fahre fort, Zions Hort, Lang⸗ muth auszuüben Und die Welt zu lieben.
Joh. Jae. Rambach, 9. 1693, st. 1735.


