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Neues Gesangbuch für die Evangelisch-Lutherischen Gemeinden in den Kurfürstlich-Hessischen Landen
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28 Am 2. Sonntage

nach Trinitatis.

daß du dein Gutes empfangen hast in deinem Leben, und Lazarus da⸗ gegen hat Boͤses empfangen; nun aber wird er getroͤstet, und du wirst gepeiniget. Und uͤber das alles ist zwischen uns und euch eine große Kluft befestiget, daß die da wollten von hinnen hinab fahren zu euch, koͤnnen nicht, und auch nicht von daunen zu uns heruͤber fahren. Da sprach er: So bitte ich dich Vater, daß du ihn sendest in mei⸗ nes Vaters Haus. Denn ich habe noch fünf Bruͤder, daß er ihnen bezeuge, auf daß sie nicht auch kom⸗ men an diesen Ort der Quaal. Abraham sprach zu ihm: Sie haben Mosen und die Propheten, laß sie dieselbigen hoͤren. Er aber sprach: Nein, Vater Abraham, sondern wenn einer von den Todten zu ih⸗ nen ginge, so wuͤrden sie Buße thun. Er aber sprach zu ihm: Hoͤren sie Mosen und die Propheten nicht, so werden sie auch nicht glauben, daß jemand von den Todten auf⸗ erstuͤnde.

Epistel, 1 Joh. 4, 16⸗21.

Geit ist die Liebe, und wer in

der Liede bleibet, der bleibet in Gott, und Gott in ihm. Dar⸗ an ist die Liebe voͤllig bei uns, auf daß wir eine Freudigkeit haben am Tage des Gerichts, denn gleichwie er ist, so sind auch wir in dieser Welt. Furcht ist nicht in der Lie⸗ be, sondern die voͤllige Liebe treibet die Furcht aus, denn die Furcht bat Pein; wer sich aber sürgtet⸗ der ist nicht voͤllig in der Liebe. Lasset uns ihn lieben, denn er hat uns erst geliebet. So jemand spricht: Ich liebe Gott, und hasset seinen Bruder, der ist ein Luͤgner, denn wer seinen Bruder nicht lie⸗ bet, den er siehet, wie kann er Gott lieben, den er nicht siehet? Und dies Gebot haben wir von ihm, daß, wer Gort liebet, daß der auch seinen Bruder liebe.

Am 2. Sonnt. nach Trinit. Evangelium, Luc. I4, 16⸗24. Eb war ein Mensch, der machte

ein groß Abendmahl, und lud viel dazu. Und sandte seinen Knecht aus zur Stunde des Abendmahls zu sagen den Geladenen:

sie fingen an alle nach einander sich zu entschuldigen. Der erste sprach zu ihm: Ich habe einen Acker ge⸗

kauft, und muß hinausgehen, und

ihn besehen: ich bitte dich, entschul⸗ dige mich. Und der andere sprach: Ich habe fuͤnf Joch Ochsen gekaust, und ich gehe jetzt hin,, sie zu bese⸗ hen, ich bitte dich, entschuldige mich. Und der dritte sprach: Ich habe ein Weib genommen, darum kann ich nicht kommen. Und der Knecht kam und sagte das seinem Herrn wieder. Da ward der Haus⸗ herr zornig, und sprach zu seinem

Knechte: Gehe aus bald auf die Straßen und Gassen der Stadt,

und führe die Armen, und Kruͤp⸗ pel, und Lahmen und Blinden her⸗ ein. Und der Knecht sprach: Herr es ist geschehen, was du befohlen hast, es ist aber noch Raum da. Und der Herr sprach zu dem Knech⸗

te: Gehe aus auf die Landstraßen,

und an die Zaͤune, und noͤthige ss herein zu kommen, auf daß mein Haus voll werde. Ich sage euch

aber, daß der Maͤnner keiner, die

geladen sind, mein Abendmahl schmecken wird. Epistel, Joh. 3, I3⸗I8. Lerwundert euch nicht, meine

Bruůder, ob euch die Welt haß i

set. Wir wissen, daß wir aus dem To de in das Leben kommen sind, denn wir lieben die Bruͤder. Wer den Bruder nicht liebet, der blei⸗ bet im Tode. Wer seinen Bruder hasset, der ist ein Todtschlager, und

ihr wisset, daß ein Todtschlaͤger nicht

hat das ewige Leben bei ihm blei⸗ bend.

Kom⸗ met, benn es ist alles bereit. Und

Daran haben wir erfaß ö

die Lieb ö uns gel auch de lassen. Welt G Bruder Herz vr gebe 0 Kindleit Worten sondern der Wa

der an,