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Neues Gesangbuch für die Evangelisch-Lutherischen Gemeinden in den Kurfürstlich-Hessischen Landen
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V. Von der Vorsehung Gottes.

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müsse, herr, zu allen zeiten Dein lob verbreiten!

Mel. Sey lob und ehr dem ꝛc.

ir, unserm gott, ist nie⸗ 41. mand gleich Im himmel und auf erden: Du bist der höchste; und dein reich Kann nie begriffen werden. Unendlich ist die majestät, Die über alle dich erhöht, Die kron' und zepter tragen.

2. Wie weit erstreckt sich dein ge⸗ biet! Wo ist der, der es messe? Wohin auch nur mein auge sieht, Da seh' ich deine größe. Weit, über alle himmel weit Geht deines reiches herrlichkeit. Du herrschest über alles.

3. Du herrschest weislich, recht und gut, Nach heiligen gesetzen: Du willst auch deiner treuen hut Das kleinste würdig schätzen. Auf alles geht dein augenmerk, Und immer ist's dein liebstes werk, Zu segnen, zu beglücken.

k. Wohl uns! daß du das regi⸗ ment, Gott, über alles führest. Und wohl dem, der den zweck erkennt, Dazu du uns regierest! Ich, dein so schwacher unterthan, Ich bete dich in demuth an: O, sieh auf mich in gnaden!

5. Ich bin verderbt und fehlervoll; Bin auf dem tugendwege Nicht stets so eifrig, wie ich soll; Bin oft zum guten träge. Doch du bist gnädig; und voll huld Vergiebst du reuen⸗ den die schuld; Drum hoff' ich auch vergebung.

6. Ich hoffe, weil mich der ver⸗ tritt, Den du für mich gegeben. Mein jesus, welcher für mich litt, Erwarb mir recht zum leben. Sein tod macht mich vom zweifel frei, Ob ich der gnade fähig sey: Auch mich hat er versöhnet.

7. Herr! ewig will ich deinen ruhm Mit lob und dank erheben. Dir will ich, als dein eigenthum, Mich ganz zum dienst ergeben. Mit lust will ich, bis in den tod, Nach dei⸗ nem heiligen gebot, Durch deinen beistand wandeln.

Mel. Wer nur den lieben gott ꝛc. 42. Frerborg du bist, o gott,

verborgen! Dein rath bleibt für uns wunderbar. Umsonst sind alle unsre sorgen; Du sorgtest, eh' die welt noch war, Für unser wohl schon väterlich: Dies sey genug zum trost für mich.

2. Dein weg ist zwar in finsternis⸗ sen Vor unsern augen oft versteckt; Doch wenn wir erst den ausgang wissen, Wird uns die ursach auch entdeckt, Warum dein rath, der niemals fehlt, Den uns so dunkeln weg gewählt.

5. Nie sind die tiefen zu ergrün⸗ den Von deiner weisheit, macht und güt': Du kannst viel tausend wege finden, Wo die vernunft nicht einen sieht. Aus finsterniß bringst du das licht; Du sprichst, o gott, und es geschicht.

4. So weicht denn, ängstliche ge⸗ danken; Gott kann weit mehr, als ihr versteht. Bleib', seele, in der demuth schranken; Die demuth wird von gott erhöht. Ja, herr, du liebst den, der dich liebt, Und deiner führung sich ergiebt.

5. Drum will ich mich dir über⸗ lassen, Mit allem, was ich haͤb' und bin. Ich werfe, was ich nicht kann fassen, Auf dich, den gott der liebe, hin; Der ausgang zeigt doch immerdar, Daß stets dein rath voll güte war.

6. Gieb, daß dies mein vertrauen mehre Im glück und unglück, freud und leid. Schick' alles, herr, zu dei⸗ ner ehre Und meiner seelen seligkeit. So preis' ich einst vollkommen dich; So freu' ich dein auf ewig mich.

Mel. Vater unser im himmelreich.

VBott, deine weise macht 43. erhält Die ganze leben⸗ volle welt, Und aller augen freuen sich Und warten hoffnungsvoll auf dich. Auf dich, der du sie alle liebst

Und allen ihre speise giebst. B 3

2. Du