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208 Gebete.
13. Bagelfeier.
Herr, allmächtiger Gott, du König Himmels und der Erden, der du durch deine überschwengliche Güte den ganzen Erdboden mit allerlei Früchten zierest und erfüllest; wir bitten dich um deiner Barmherzigkeit willen, du wollest unser Land segnen, daß es seine Früchte gebe zu seiner Zeit; denn ohne deinen Segen ist alle unsre Arbeit umsonst. Gib vom Himmel her Regen und Sonnenschein, daß alles wachse und gedeihe. Schließe den Himmel nicht zu über uns um unsrer Sünde willen, sondern suche das Land heim mit deiner Fülle. Tränke seine Furchen, feuchte sein Gepflügtes, segne sein Ge⸗ wächs. Kröne das Jahr mit deinem Gute, daß deine Fußstapfen triefen von Fett, so werden die Wohnungen in der Wüste auch fett werden; die Hügel umher werden lustig sein und die Auen werden prangen mit Korn, daß man jauchzet und singet.— So laß dir, o himmlischer Vater, in deinen gnädigen Schutz befohlen sein die liebe Saat und alle Früchte des Erdreichs. Bewahre sie in Frost und Hitze, in Regen und Ungewitter; bewahre sie vor Sturm und Hagel, vor Verheerung und allem Schaden. Behüte uns vor Mißwachs und Teuerung, vor Hunger und Kummer. Erhöre uns in deinem Him⸗ mel, und verlaß uns nicht um der Sünde willen deines Volkes; son⸗ dern versorge uns gnädiglich mit aller Notdurft des Lebens, auf daß wir in allen Dingen deine göttliche Kraft und deine milde Hand mit Danksagung erkennen und dich preisen, der du uns reichlich ernährest an Leib und Seele hier zeitlich und dort ewiglich. Amen.
14. Erntedankfest.
Herr Gott Himmels und der Erden, der du allein kannst geben Regen und fruchtbare Zeiten und die Herzen der Menschen erfüllen mit Speise und Freude, wir sagen dir Dank, daß du wiederum die Arbeit unserer Hände gesegnet und dies Jahr gekrönt hast mit dei⸗ nem Gute, so daß wir mit fröhlichem Mute die Früchte des Feldes einsammeln konnten in die Scheunen. Darüber jauchzen und singen wir zu dir: Nun danket alle Gott, der große Dinge tut an allen Enden, der uns vom Mutterleibe an lebendig erhält und tut uns alles Gute. Preise, Jerusalem, den Herrn, und lobe, Zion, deinen Gott, der deinen Grenzen Friede schafft und segnet dein Land mit Wein und Korn und allerlei Frucht.—Segne und behüte nun, o ge⸗ treuer Gott, alles, was du uns bescheret hast, daß wir es nach dei⸗ nem Willen anwenden und in Frieden genießen mögen. Uns selber aber laß als lebendige Zweige deiner Pflanzung also leben, daß wir
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