Druckschrift 
Gesangbuch für die evangelisch-lutherische Kirche des Herzogtums Braunschweig vom Jahre 1902 : [nebst] Lektionar [und] Ordnung des Hauptgottesdienstes an den Sonn- und Festtagen
Einzelbild herunterladen

29 1. Sonn⸗ und Festtags⸗Lieder.

mir mit seinem Schrecken macht.

O der schweren Donnerstimm,

die mir Gottes Zorn und Grimm

also tief ins Herze schläget,

daß sich all mein Blut beweget! 3. Will ich denn mein Elend lin⸗

dern

und erleichtern meine Pein

bei der Welt und ihren Kindern,

sink ich vollends tief hinein:

da ist Trost, der mich betrübt,

Freude, die mein Unglück liebt,

Helfer, die mir Herzleid machen,

gute Freunde, die mein lachen.

4. In der Welt ist alles nichtig, nichts ist, das nicht kraftlos wär; hab ich Hoheit, die ist flüchtig; hab ich Reichtum, was ists mehr als ein Stücklein armer Erd? Hab ich Lust, was ist sie wert? Was ists, das mich heut erfreuet, das mich morgen nicht gereuet?

5. Aller Trost und alle Freude ruht in dir, Herr Jesu Christ; dein Erfreuen ist die Weide, da man erst recht fröhlich ist. Leuchte mir, o Freudenlicht, ehe mir mein Herze bricht,

laß mich, Herr, an dir erquicken, Jesu komm, laß dich erblicken! 6. Freu dich, Herz, du bisterhöret jetzo zeucht er bei dir ein; sein Gang ist zu dir gekehret, heiß ihn nur willkommen sein und bereite dich ihm zu, gib dich ganz zu seiner Ruh, öffne dein Gemüt und Seele, klag ihm, was dich drück und quäle. 7. Was du Böses hast begangen, das ist alles abgeschafft: Gottes Liebe nimmt gefangen deiner Sünde Macht und Kraft. Christi Sieg behält das Feld, und was Böses in der Welt sich will wider dich erregen, wird zu lauter Glück und Segen 8. Alles dient zu deinem From men, was dir bös und schädlich scheint, weil dich Christus angenommen und es treulich mit dir meint. Bleibst du dem nur wieder treu, ists gewiß und bleibt dabei, daß du mit den Engeln droben ihn dort ewig werdest loben. Paul Gerhardt, g. 1607, 4 1626.

29. Mel. Valet will ich dir geben. ö E Bemit.- Sunnen nnen, Iner, Mni, mi nn nemen din E dn 1 2 *

1 Wie soll ich dich em- pfan⸗gen und wie be⸗ al ⸗ler Welt Ver-lan-gen, o mei⸗ner

SE