24 Lob und Dank.
2. Wer hat mich wunderbar be⸗ reitetꝰ
Der Gott, der meiner nicht bedarf. Wer hat mit Langmut mich geleitetꝰ Er, dessen Rat ich oft verwarf. Wer stärkt den Frieden im Gewissenꝰ Wer gibt dem Geiste neue Kraft? Wer läßt mich so viel Guts genießen? Ist's nicht sein Arm, der alles schafft?
3. Schau, o mein Geist, in jenes Leben,
Zu welchem du erschaffen bist, Wo du, mit Herrlichkeit umgeben, Gott ewig sehn wirst, wie er ist! Du hast ein Recht zu diesen Freuden, Durch Gottes Güte sind sie dein; Sieh, darum mußte Christus leiden, Damit du könntest selig sein.
4. Und diesen Gott sollt' ich nicht ehren Und seine Güte nicht verstehn? Er sollte rufen, ich nicht hören, Den Weg, den er mir zeigt, nicht gehn?ꝰ
Mel. An Wasserflüssen Babylon.
Sein Will ist mir ins Herz ge⸗ schrieben, Sein Wort bestärkt ihn ewiglich: Gott soll ich über alles lieben Und meinenRächsten gleich als mich.
5. Dies ist mein Dank, dies ist sein Wille: Ich soll vollkommen sein wie er. Je mehr ich dies Gebot erfülle, Stell' ich sein Bildnis in mir her. Lebt seine Lieb in meiner Seele, So treibt sie mich zu jeder Pflicht, Und ob ich schon aus
ehle, Herrscht doch in mir die Sünde nicht.
6. O Gott, laß deine Güt und Liebe Mir immerdar vor Augen sein! Sie stärk' in mir die guten Triebe, Mein ganzes Leben dir zu weihn! Sie tröste mich zur Zeit der Schmerzen, Sie leite mich zur Zeit des Glücks, Und sie besieg' in meinem Herzen Die Furcht des letzten Augenblicks! Christ. Fürchtegott Gellert 1715—1769.
18 7 1525.
2———— 1———— DD=—————— Ge⸗treu⸗er Gott, wie viel Ge⸗duld er⸗zei⸗gest du uns Wir häu⸗fen täg-lich un⸗sre Schuld, du häu⸗fest dein Er⸗
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ist ver⸗derbt von Jugend auf, sein Sinn ist dir ent ⸗ ge⸗ gen; und
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