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Gesangbuch für die Evangelisch-protestantische Kirche des Großherzogtums Baden
Entstehung
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Lob und Dank. 7

4. Wer hat das Velt Himmels⸗- zelt

Hoch über uns gesetzt? Wer ist es, der uns unser Feld Mit Tau und Regen netzt?

5. Wer wärmet uns in Kält und Frost, Wer schützt uns vor dem Wind? Wer macht es, daß man Ol und Most Zu seinen Zeiten find't?

6. Wer gibt uns Leben, Kraft und Mut? Wer hält mit seiner Hand Des goldnen Friedens wertes Gut In unserm Vaterlandꝰ

7. Ach Herr mein Gott, das kommt von dir, Und du mußt alles tun; Du hältst die Wach an unsrer Tür Und läßt uns sicher ruhn.

8. Du nährest uns von Jahr zu ahr

Bleibst immer fromm und treu Und stehst uns, wenn wir in Gefahr Geraten, herzlich bei.

9. Du strafst uns Sünder mit Geduld Und schlägst nicht allzusehr, Ja endlich nimmst du unsre Schuld Und wirfst sie in das Meer.

10. Du zählst, wie oft ein Christ hier wein', Und was sein Kummer sei; Und ist ein Tränlein noch so klein, Du hebst und legst es bei.

11. Du füllst des Lebens Mangel aus Mit dem, was ewig steht, Und führst uns in des Himmels aus, Wenn uns die Erd entgeht.

12. Wohlauf, mein Herze, sing und spring Und habe guten Mut! DeinGott, derUrsprung aller Ding', Ist selbst und bleibt dein Gut.

13. Er ist dein Schatz, dein Erb und Teil, Dein Glanz und Freudenlicht, Dein Schirm und Schild, dein Hilf und Heil, Schafft Rat und läßt dich nicht.

14. Was kränkst du dich in dei⸗ nem Sinn Und grämst dich Tag und Nacht? Nimm deine Sorg und wirf sie hin Auf den, der dich gemacht!

15. Hat er dich nicht von Jugend auf Versorget und ernährt? Wie manchen schweren Unglücks⸗ lauf Hat er zurückgekehrt!

16. Er hat noch niemals was versehn In seinem Regiment; Nein, was er tut und läßt geschehn, Das nimmt ein gutes End.

17. Ei nun, so laß ihn ferner tun Und red ihm nicht darein, So wirst du hier in Frieden ruhn Und ewig fröhlich sein! Paul Gerhardt 16071676.