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Evangelisches Gesang-Buch / herausgegeben nach den Beschlüssen der Synoden von Jülich, Kleve, Berg u. von der Grafschaft Mark
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10 Sonntagslieder.

noch mehr In Heilserkenntnis nehmen zu Und endlich bei dir finden Ruh.

Mel. Christus, der ist mein Leben. 10 er Herr, in dessen Güte

Sich Erd und Himmel freun, Der segne, der behüte Dich, seines Volks Verein!

2. Der Herr, reich ohne Gren zen An Gnad und an Geduld, Laß hell und mild dir glänzen Das Antlitz seiner Huld!

3. Der Herr, dein Gott, er⸗ hebe Den Blick voll Freundlich keit, Daß er dir Frieden gebe, Wie leine Welt ihn beut!

4. Gesegnet bleib im Namen Des dreimal heilgen Herrn! Sein ganzes Volk sprech: Amen! Er segnet ja so gern.

Mel. Werde munter, mein.

11 9 und heilig ist die

Stätte, Wo die From⸗ men zu dir flehn. Laß, so oft ich sie betrete, Mich, o Herr, dein Antlitz sehn. Uberall, wohin ich seh, Fühl ich deines Geistes Näh, Doch die Welt und ihr Getümmel Trübt mir meinen Blick zum Himmel.

2. Von dem Irdischen ge schieden, Von dem Ewigen er füllt, Find ich hier den hohen Frieden, Der des Geistes Sehn⸗ sucht stillt. An dem Strom der Erdenlust Darbet doch zuletzt die Brust, Und es wird dem Herzen bange Bei des Lebens wildem Drange.

3. Hör ich hier der Andacht Lieder, Dünkt es mir ein Engel⸗ chor; Sink ich bang und zweifelnd

nieder, Hebt der Glaube mich empor.

Bruderlieb erfüllt mein Herz, Es vergißt der Kränkung Schmerz, Seh zu den geweihten Hallen, Ich die Mitanbeter wallen.

4. Heilges Wort der ewgen Wahrheit, Das dem Irrtum uns entreißt, Du erhellst die Nacht zur Klarheit, Du durchstrahlst mit Licht den Geist. Nichts verhehlet sich vor dir, Fehl und Schuld ent hüllst du mir. Wo du, heilges Wort, erklungen, Hast du Mark und Bein durchdrungen.

5. Weinend und mit bangem Zagen Trat ich oft ins Heilig tum; Doch bald stillte meineKlagen, Herr, dein Evangelium. Ich gab mich in Gottes Hand, Und, zum Mittler hingewandt, Hab ich, ganz in ihn versunken, Gern den Leidenskelch getrunken.

6. Sink ich an des Altars Stufen, Ein gebeugter Sünder, hin, Hör ich heilge Stimmen rufen: Sei getrost, dir ist ver ziehn! Dann steh ich begnadigt auf, Fördre fröhlich meinen Lauf, Und das Herz hofft voll Ver trauen, Was es glaubt, dereinst zu schauen.

7. Sieht mein Auge, naß von Thränen, Der Geliebten Stellen leer: Hier stillt sich mein banges Sehnen Bei dem Zuruf: weint nicht mehr! Aus der Welt voll Kampf und Streit Zu des Him mels Herrlichkeit, Zur Gemeine selger Frommen Hat der Herr sie aufgenommen.

8. Teuer bleibst du meiner Seele, Haus des Herrn, so lang

ich bin. Nimmt des Grabes dunkle

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