Wehe sie durchdringet,* durch die Seel' ein Schwert ihr geht!
2. Wessen Auge kann der Zähren* bei dem Jammer sich erwehren,* der die Mutter Christi drückt?* Wie sie, ganz vom Weh zerschlagen,“ bleich da steht ohn' alles Klagen,* ganz ins Leid des Sohns entrückt.
3. Heil'ge Mutter, drück' die Wunden,* die dein Sohn für mich empfunden,* tief in meine Seele ein!* Ach, das Blut, das er vergossen,“ ist für mich dahingeflossen, laß mich teilen seine Pein!
Jesus, kommt es einst zum Scheiden,“ gib durch deiner Mutter Leiden* mir der Sieger Palm' und Kron'!* Mag der Leib des Todes sterben,“ laß die Seele nur erwerben*ewig Heil an deinem Thron!
46. Die Grablegung
1. O Traurigkeit! O Herzeleid!* Wer sollte da nicht klagen:* Gottes eingeborner Sohn* wird zu Grab getragen!
2. O höchstes Gut, unschuldig Blut,* hast unsre Schuld getragen,* und der Mensch hat seinen Gott àan das Kreuz geschlagen!
3. O große Zähr' fließ immer mehr!* Wer könnt' die Tränen halten,* da sich über Christi Tod* selbst die Felsen spalten!
4. O welch ein Schmerz Mariä Herz* hat wie ein Schwert durchdrungen,* als ihr lieber Sohn am Kreuz* mit dem Tod gerungen!
5. Nun liegt er bloß in ihrem Schoß,* das Aug' im Tod gebrochen,* Händ' und Füße sind durchbohrt* und das Herz durchstochen.
47. Bei der Prozession am Palmsonntag
1. Singt dem König Freudenpsalmen,* Völker, ebnet seine Bahn!* Salem, streu' ihm deine 22


