verdienet hat,* o tilge, mein Erbarmer,“ doch meine Missetat!
4. Ich danke dir von Herzen,* o Jesu, bester Freund,*à für deine Todesschmerzen,* wie gut hast du's gemeint!* Ach, gib, daß ich mich halte“ zu dir und deiner Treu,* daß nimmermehr er⸗ kalte* im Herzen Lieb' und Reu'!
41. Beim Anblick des gekreuzigten Heilandes 1. Ihr Felsen hart und Marmorstein,* wollt lichte Tränen weinen,* ihr goldnen Sterne, groß und klein,* ach, haltet ein mit Scheinen!* Ihr Himmelszierden, Mond und Sonn',“ verberget eure Strahlen!* Am Kreuz stirbt Gott, stirbt Gottes Sohn, à der Menschen Schuld zu zahlen. 2. Schaut, was das Lamm für schwere Plag'“ auf letztem Weg erduldet,*was Gott erträgt für große Schmach,* da er doch nichts verschuldet.“ Der alles Feld mit Gras bedeckt,“ muß nackt am Kreuze sterben,“ an diesem Stamm, hart aus⸗ gestreckt,“ das Heil uns zu erwerben.
22. Der Tod Jesu
1. Trauert, ihr Chöre der Engel, und weinet,“ weinet in unseren Trauergesang! Da selbst der Gottmensch gekreuzigt erscheinet,“ töne die Harfe den tiefesten Klang! Seraphim, rühret die mensch⸗ lichen Herzen,“ sagt es den Völkern, dem Sternen⸗ gezelt:“ Heute am Kreuz in unnennbaren Schmer⸗ zen* stirbt der Erlöser zum Heile der Welt!
2. Christen, des Ewigen heilige Rechte à fordern mit Strenge die Sühne der Schuld,* und der Erbarmer schickt Adams Geschlechte* einen Ver— söhner aus göttlicher Huld.“* Sterbliche Menschen, unsterbliche Geister,* staunt des Erbarmenden Führungen an!* Staunet, es weiht für den 20


